Flugzeugabsturz: TF-AFF flog dicht über der Wasseroberfläche, Passagiere nicht angeschnallt Skip to content
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Flugzeugabsturz: TF-AFF flog dicht über der Wasseroberfläche, Passagiere nicht angeschnallt

Das Kleinflugzeug, welches am 3. Februar diesen Jahres in den See Þingvallavatn gestürzt war, hatte sich offenbar vor dem Unfall etwa sieben Sekunden lang dicht über der Wasseroberfläche befunden, bevor es ins Wasser stürzte. Vier Personen kamen bei dem Unfall ums Leben, berichtet RÚV.

Dieses Ergebnis ist dem vorläufigen Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses zu entnehmen, die die Verkehrsbehörde heute veröffentlicht hat. Es gab keine Signale des Notsenders vor dem Unfall. Die Notfallhotline hatte kurz nach dem Aufprall einen sekundenlangen Anruf eines der Passagiere erhalten.
Nachdem das Flugzeug vom Sightseeingflug nicht zurückgekehrt war, hatte eine ausgedehnte Suche begonnen, die sich recht schnell auf den See Þingvallavatn konzentrierte. Zwei Tage später wurde das Wrack von einem Unterseeradar in fast 50 Metern Tiefe auf dem Grund des Sees geortet. Die Leichen konnten unter grossem Aufwand kurz darauf vom Seegrund geborgen werden,  alle vier hatten sich ausserhalb des Flugzeugs befunden. Das Flugzeug selbst wurde erst am 22. April gehoben, weil die Wetterbedingungen eine Bergung vorher nicht zuliessen.

Dem vorläufigen Bericht ist zu entnehmen, dass Geräusche eines in der Kabine aufgenommenen Videos auf den Betrieb beider Triebwerke schliessen lassen, als das Flugzeug in der Bucht anlangte. In einem Video ist dann zu hören, wie die Triebwerke an Kraft verlieren und das Flugzeug daraufhin an Höhe verliert, in Richtung Wasseroberfläche.
Ebenfalls auf einem der Videos zu erkennen ist eine dünne Eisschicht auf dem Wasser.

Die Passagiere auf den Hintersitzen waren zum Zeitpunkt des Absturzes offenbar nicht angeschnallt. Pilot und Passagier im Vordersitz trugen keinen Schultersicherheitsgurt, und die Dehnung des Sicherheitsgurtes am Fahrgastplatz weist darauf hin, dass der Gurt nicht benutzt worden war. Die Verpackungen der Rettungswesten waren ungeöffnet.

Der Untersuchungsausschuss setzt seine Ermittlungen fort, um herauszufinden, warum es kein Signal vom Notsender im Flugzeug gegeben hat. Ausserdem sind Daten von allerlei technischem Gerät auszuwerten, welches an Bord gefunden wurde. Des weitere sollen die Triebwerke auseinandergenommen werden, die Inspektionsgeschichte überprüft und das Gesamtgewicht des Flugzeugs ausgerechnet werden.

 

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