Fjaðrárglúfur ist verkauft, Schlucht soll unter Naturschutz gestellt werden Skip to content

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Fjaðrárgljúfur canyon
Photo: Fjarðárgljúfur.

Fjaðrárglúfur ist verkauft, Schlucht soll unter Naturschutz gestellt werden

Die Schlucht Fjaðrárgljúfur in Südisland wird von einem Privateigentümer an einen anderen verkauft. Die isländische Regierung besitzt das Vorkaufsrecht, von dem sie jedoch keinen Gebrauch macht. Energie- und Umweltminister Guðlaugur Þór Þórðarson und der Käufer haben ein Abkommen für den Schutz der Schlucht unterzeichnet.

Die malerische Schlucht, die zur 315 Hektar umfassende Länderei Heiði gehört, war vor sechs Jahren zum ersten Mal zum Verkauf angeboten worden. Anfang diesen Jahres war ein Kaufgebot eingegangen, das angenommen wurde. Da die Schlucht im Naturschutzregister eingetragen ist, besass der Staat das Vorkaufsrecht. Das bedeutet, er hätte jederzeit einschreiten können und die Länderei einem potentiellen Käufer wegkaufen können.
Von diesem Recht hat die Regierung keinen Gebrauch gemacht, stattdessen wurde ein Abkommen unterzeichnet, dass man die Schlucht unter Naturschutz stellen wolle. Das Vorkaufsrecht bleibt im Fall eines Weiterverkaufs jedoch bestehen. Kjarninn zufolge betrug der Kaufpreis der Länderei Heiði, zu der Fjaðrárgljúfur gehört, 280 Millionen ISK.

Aufbau einer touristischen Infrastruktur geplant
In einer Mitteilung der Regierung zu der Abkommen heisst es, der Umweltminister habe es nicht für nötig gehalten, einzuschreiten und von dem Vorkaufsrecht gebrauch zu machen, um zu gewährleisten, dass die Region geschützt werde. Der Aufbau einer touristischen Infrastruktur soll als gemeinsame Anstrengung von Verkäufer und Käufer gestaltet werden.
Der Käufer, die Gesellschaft Félag Hveraberg, hat Erfahrung auf dem Gebiet. Das Unternehmen war 2017 gegründet worden und steht hinter dem Aufbau des Gróðurhús in Hveragerði, einem Gastronomie- und Shoppinggebäude im Stadtzentrum. Einziger Eigentümer ist Brynjólfur Baldursson, der über eine andere Gesellschaft auch den Wanderweg zum heissen Fluss im Reykjadalur touristisch erschlossen hat.

Parkgebühren sind möglich
Bislang gibt es noch keine Pläne für Parkgebühren. Das Naturschutzgesetz hält fest, dass das Eintreiben von Gebühren die freie Bewegung von Besuchern zu Fuss durch das geschützte Gelände nicht behindern darf. Wer also ohne Auto zur Schlucht kommt, soll per Gesetz gebührenfreien Zutritt haben. Ausserdem verlangt das Gesetz, die Parkgebühren für den Ausbau von Serviceleistungen und Infrastruktur für die Besucher der Gegend zu nutzen.
Benachbarte Landeigentümer haben der Regierungsmitteilung zufolge bereits angekündigt, am Schutz der Schlucht aktiv mitarbeiten zu wollen.

 

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