Fjaðrárgljúfur unter Naturschutz gestellt Skip to content
Fjaðrárgljúfur
Photo: Stjórnarráð Íslands.

Fjaðrárgljúfur unter Naturschutz gestellt

Die beliebte Schlucht Fjaðrárgljúfur in Südisland ist vom Minister für Umwelt, Energie und Klima, Guðlaugur Þór Þórðarson, unter Naturschutz gestellt worden. Die in der Nähe von Kirkjubæjarklaustur befindliche Felsschlucht hatte sich bereits zuvor auf der Liste der Naturdenkmäler befunden. Die Länderei Heidi, zu der Fjaðrárgljúfur gehört, war vor zwei Jahren von der Investmentgruppe Hveraberg ehf für 1,86 Mio ISK erworben worden, mit der Auflage, die Schlucht in Zusammenarbeit mit der Umweltbehörde unter Naturschutz zu stellen. Insgesamt 130 Orte stehen in Island unter Naturschutz.

Geomorphologisch bedeutsamer Ort
Das Naturschutzgebiet am Fjaðrárglúfur umfasst den östlichen Teil der Schlucht und einen abgegrenzten Bereich oberhalb der Schlucht auf der Ostseite. Dieses Gebiet befindet sich im Besitz von Hveraberg und soll in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Skaftárhreppur betrieben werden. Die Kooperation war im Januar zwischen dem Minister und Hveraberg unterzeichnet worden und umfasst sowohl das Naturschutzprojekt als auch den Aufbau einer touristischen Infrastruktur in dem Gebiet.

Fjaðrárgljúfur, die Schlucht durch die der Fluss Fjaðrá fliesst, ist 100 Meter tief und zwei Kilometer lang. Sie entstand gegen Ende der letzten Eiszeit vor fast 10.000 Jahren. Oberhalb der Schlucht befinden sich Kiesterassen, die davon zeugen, dass sich hier vor einem zurückweichenden Gletscher und einem Hindernis oberhalb der heutigen Schlucht einmal eine Gletscherlagune gebildet hat. Diese Lagune füllte sich zwar recht zügig mit Sediment, doch wassserreiche und schlammige Gletscherflüsse gruben sich später in das darunter liegende Tuffgestein ein. Tief in der Schlucht gibt es Wasserfälle und obwohl der heutige Fluss im Vergleich zu den Gletscherflüssen gegen Ende der Eiszeit nur ein Rinnsal ist, sieht man dennoch, dass hier immer noch Landschaft im Entstehen ist.

Naturschutz versus Besucherandrang
Spätestens seit dem Musikvideo des US-amerikanischen Sängers Justin Bieber aus dem Jahr 2015 hat sich die abgelegene Schlucht in einen Touristenmagnet verwandelt.
Schon mehrfach hatte Fjaðrárgljúfur wegen des grossen Besucherandrangs gesperrt werden müssen. Schliesslich zeigte sich die dringende Notwendigkeit, dort eine Infrastruktur aufzubauen, um die Natur vor den Besuchern zu schützen und gleichzeitig die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.

Bei einer Zeremonie erklärte Minister Guðlaugur Þór Þórðarson: “Fjaðrárgljúfur ist ein ausgesprochen beliebtes touristisches Ziel, und alles weist darauf hin dass der Besucherstrom in der Region in den kommenden Jahren noch zunehmen wird. Es ist sehr befriedigend, mit Landeigentümern und der Gemeinde Skaftárhreppur zusammenarbeiten zu können, um das Gebiet unter Schutz zu stellen und ihm die Umgebung zu verschaffen, die notwendig ist, um die Natur zu schützen und Besucher zu empfangen.“

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