Feuerwehr kühlt Lavafluss erfolgreich herunter Skip to content
Fire truck pumps water at lava
Photo: Screenshot from RÚV.

Feuerwehr kühlt Lavafluss erfolgreich herunter

Gestern ist im Ausbruchsgebiet nördlich von Grindavík ein kleiner Lavastrom über den Schutzwall am Kraftwerk Svartsengi geflossen. Die Feuerwehr kühlte die Lava mit Wasser aus dem Tankfahrzeug herunter, um den Fluss zum Halten zu bringen.

Ausgedehnte Massnahmen
In der Nähe der Kraterreihe Sundhnúkagígaröð auf der Halbinsel Reykjanes hatte Lava den östlichen Schutzwall am Kraftwerk Svartsengi überwunden. Feuerwehrfahrzeuge der Einsatzgruppe Grindavík rückten aus, um die Lava mit Wasser herunterzukühlen. Dazu mussten Wasserleitungen über eine Strecke von einem Kilometer verlegt werden. Auch andere Kühlungsversuche wurden unternommen, um für den Moment gewappnet zu sein, falls mehr Lava hinter den Schutzwall gelangen sollte. Noch befinde sich die Lava weit genug weg vom Kraftwerk, gab Feuerwehrleiter Einar Stein Jónsson Vísir gegenüber gestern an, doch wolle man vorbereitet sein.

Legendäre Hafenrettung von 1973
Das letzte Mal war im Jahr 1973 beim Vulkanausbruch auf den Westmännerinseln erfolgreich der Versuch unternommen worden, frische Lava herunterzukühlen, um ihren Fluss zu stoppen. Damals hatte die Feuerwehr auf diese Weise den Hafen des Fischerortes Heimaey gerettet. Einar zufolge sei diese Methode technisch relativ einfach, obwohl man eine erhebliche Wassermenge dafür benötige.
„Man braucht grosse Schläuche und eine Menge Wasser. Das sind ausgedehnte Massnahmen. Wir erhalten Wasser vom Kraftwerk Svartsengi. Wir werden von der Isavia [dem isländischen Flughafenbetreiber], der Feuerwehr von Suðurnes und der Árnessýsla, sowie von engagierten Leuten des Zivilschutzes unterstützt,“ zählte Einar auf.
Am frühen Morgen hatte die Kühlung ihren Zweck erreicht und wurde abgebrochen. Der Lavafluss steht seitdem.

Spezialequipment nach Island unterwegs
Der Versuch, ein lavakühlendes Gerät für den Zweck einzusetzen, war gestern gescheitert. Ásgeir Þórisson von der Feuerwehr in Suðurnes erklärte, das Experiment sei wegen Problemen mit dem Wasserdruck nicht erfolgreich verlaufen. Hjördís Guðmundsdóttir, die Pressesprecherin des Zivilschutzes, betonte, es habe sich lediglich um einen Versuch gehandelt.

In der vergangenen Woche hatte die isländische Regierung rund eine halbe Milliarde ISK (3,3 Mio EUR) für eine Kühlungsausrüstung bereitgestellt, mit der Lava bei Grindavík und Svartsengi heruntergekühlt werden kann. Die Ausrüstung muss jedoch erst ins Land geliefert werden.
 Währenddessen bleibt der Ausbruch weiterhin stabil.

In einer Mitteilung der Wetterbehörde hiess es gestern, Lava ergiesse sich aus einem Krater vor allem nördlich entlang des Sýlingafell. Das Land bei Svartsengi hebt sich weiterhin, allerdings etwa langsamer als vor Beginn dieser Eruption.

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