Eruption: kaum begonnen, schon (wahrscheinlich) zuende Skip to content
Iceland eruption
Photo: Icelandic Met Office. The Sýlingafell eruption on the morning of December 21, 2023.

Eruption: kaum begonnen, schon (wahrscheinlich) zuende

Der Vulkanausbruch, der in der Montagnacht auf der Halbinsel Reykjanes mit viel Wucht losgegangen war, ist aller Wahrscheinlichkeit nach vorüber. Bei einem Überflug am Morgen konnten die Wissenschaftler keinerlei Aktivität mehr erkennen. Zwischen erstarrter Lava ist zwar noch Glut im Untergrund zu sehen, gefördert wird allerdings nichts mehr. Experten halten es dennoch für verfrüht, die Eruptiom offiziell für beendet zu erklären.

Magma sammelt sich erneut
Der Geophysiker Halldór Geirsson glaubt, dass sich nun erneut über Wochen und Monate Magma unter dem Erdwärmekraftwerk Svartsengi ansammelt und dann von dort entweicht.  Sein Fachkollege Magnús Tumi Guðmundsson teilt diese Ansicht.
Nach einem kontinuierlichen Druckaufbau sei die Decke der Magmakammer geborsten, so der Wissenschaftler, und die Magma floss nach oben, allerdings nicht stetig genug, weswegen der Ausbruch zu einem Ende gekommen sei. Doch sammle sich nun erneut Magma in der bereits vorhandenen Kammer, mit der Aussicht auf einen neuen Ausbruch. Bis dahin könnten allerdings Wochen bis Monate vergehen. Die Ereigniskette könne auch ins Stocken geraten.

Nach Magnús’ Ansicht müsse man über eine Neubewertung der Gefahr für Grindavík nachdenken, es sei aber klar, dass jetzt nicht die Zeit sei, Einwohner in der Stadt übernachten zu lassen. Die Bewohnerund auch Journalisten hatten sich heute bis zum Anbruch der Dunkelheit in Grindavík aufhalten dürfen, Fremde dürfenden Ort auch weiterhin nicht betreten.

Mit weiteren Ausbrüchen ist zu rechnen
Der Ausbruch hatte erst vor drei Tgen nahe des Sýlingafell begonnen, der Küstenort Grindavík liegt nur drei Kilometer entfernt. Recht schnell war klar, dass es sich um einen weitaus kräftigeren Ausbruch handelte als die vergangenen drei, die sich in den letzten drei Jahren in der Region ereignete hatten. Schon in den ersten Stunden produzierte der Ausbruch mehr Lava als in dem drei Wochen andauernden Ausbruch am Litli Hrútur im Sommer.
Experten hatten zuvor schon angedeutet, dass es sich um einen typischen flachen Kammerausbruch und ein eher kurzes Ereignis handeln könnte. Allerdings glauben sie, dass die Region in den kommenden Jahren mit weiteren derartigen Eruptionen zu rechnen habe.

 

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