Erstes Quarantänehotel fast voll, weitere zur Öffnung bereit Skip to content
Fosshotel quarantine Reykjavík COVID-19
Photo: Fosshotel/Facebook.

Erstes Quarantänehotel fast voll, weitere zur Öffnung bereit

Das Quarantänehotel in der Þórunnartún ist beinahe voll, von 320 Zimmern waren gestern Abend 200 mit Quarantänegästen besetzt. Angesichts des zu erwartenden Einreiseverkehrs an diesem Wochenende soll noch heute das Hotel Barón am Barónsstígur in Reykjavík in Betrieb genommen werden. Weitere Optionen befinden sich in Vorbereitung. Die Organisation liegt in Händen der isländischen Krankenversicherung, das Rote Kreuz kümmert sich um den Service in den Einrichtungen.
Mbl.is zufolge sind die meisten Quarantänegäste ausländischer Herkunft, entweder Touristen oder in Island Ansässige.

Projektleiter Gylfi Þór Þorsteinnsson vom Roten Kreuz sagt, am aufwendigsten sei die Reinigung der Zimmer, vor allem wenn infizierte Personen dort gewohnt hätten. Noch sei man in der Lage, die Einrichtung personell zu besetzen. Freiwillige Helfer des Roten Kreuzes sind bei diesem Projekt nicht im Einsatz, die Arbeit wird von 70 Festangestellten des RK verrichtet. Mit den Desinfektionsarbeiten wurde ein Fachunternehmen betraut, das Putzen der Zimmer liegt im Verantwortungsbereich des Fosshotel.

Vor dem Wochenende hatte die Regierung die Einreisebestimmungen abgeändert. Um ein Einsickern des Sars-CoV-2 Virus in die Gesellschaft zu verhindern, ist die Benutzung des staatlich betriebenen Quarantänehotels nun für alle kostenlos und optional, zuvor hatten Gäste 10.000 Kronen pro Nacht zahlen müssen. Staat und isländische Krankenversicherung übernehmen die entstehenden Kosten. Für anderweitige Quarantäneunterkünfte wurden die Voraussetzungen strikter gestaltet, ausserdem bekommt man öfter unangekündigten Kontrollbesuch von der Polizei.

Quarantänegäste im Hotel sollten den Änderungen zufolge auch die Möglichkeit erhalten, an die frische Luft zu kommen. Rotes Kreuz und Krankenversicherung hatten zuvor kritisiert, dass eine Umsetzung kaum zu bewerkstelligen sei, ohne Hotelgäste in Gefahr zu bringen.
Ein Papier mit Vorschlägen, wie das Recht auf Frischluft für die Quarantänegäste organisatorisch umgesetzt werden könnte, liegt dem Chefepidemiologen seit gestern vor.

 

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