Erstes Kreuzfahrtschiff an Landstrom angeschlossen Skip to content
Photo: Screenshot RÚV.

Erstes Kreuzfahrtschiff an Landstrom angeschlossen

An diesem Sonntag ist in Island zum ersten Mal ein Kreuzfahrtschiff vom Land aus mit Strom versorgt worden. In diesen Genuss kam die norwegische Fritjof Nansen, und die Prozedur dauerte nach Angaben von Hafenmarketingleiter Sigurður Jökull Ólafsson gerade mal zehn Minuten: „Um die Maschinen abzustellen, während das Schiff weiter läuft und die Batterie lädt,“ sagte Sigurður RÚV gegenüber.

Spart Abgase, Lärm und Geld
Der Obermaschinist der Fritjof Nansen, Jan Robin Pettersen, sagt, damit spare das Schiff während seines 12-stündigen Aufenthalts im Reykjavíker Hafen rund 8000 Liter Schiffsdiesel. „Normalerweise verbrauchen wir das alles, und das kostet Reykjavík und die Erde Abgase. Die sparen wir jetzt auch.“

Aber nicht nur die Abgase bleiben weg, auch die Lärmbelästigung, die von den dauerhaft laufenden Schiffsdieseln ausgehen, bleibt aus. „Zum ersten Mal ist es still im Maschinenraum, das kommt uns schon ein bisschen komisch vor,“ meint der Maschinist.

Wichtig für die Energiewende
Aus Anlass der neuen Stromverbindung hatte es am Hafen eine kleine Feierstunde gewesen, an der auch die ehemalige Präsidentschaftskandidatin und nun ihr altes Amt zurückgekehrte Direktorin der Energiebehörde, Halla Hrund Logadóttir zugegen war. Die Elektrifizierung der anderen Häfen liege zwar noch in weiter Ferne, so Halla, doch sei sie für die weltweite Energiewende wichtig, und auch wenn dies nicht der grösste Schritt sei, so sei es doch ein wichtiger Schritt auf dem langen Weg.
In Reykjavíks altem Hafen können jetzt alle Kreuzfahrtschiffe mit Strom vom Land aus versorgt werden. Die Stromversorgung für Schiffe soll in ganz Europa bis 2030 eingeführt sein, doch bis dahin, so Sigurður Jökull, sei noch viel Arbeit zu erledigen. Bis dahin müssen wir alle Kreuzfahrtschiffe, alle Containerschiffe und überhaupt alle größeren Schiffe mit Landstrom versorgen. Und das gilt auch für die Häfen Seyðisfjörður und Westmännerinseln, da müsse wir uns hier in Island also ein bisschen ranhalten.“

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