Erdbebentätigkeit im Hofsjökull nimmt zu Skip to content
Photo: Hofsjökull. Wikimedia.

Erdbebentätigkeit im Hofsjökull nimmt zu

Im Gletscher Hofsjökull hat sich die Erdbebenaktivität in den vergangenen 10 Jahren verzehnfacht. Es scheint daher klar, dass der auffällige Berg im Herzen des Landes zum Leben erwacht. Allerdings wissen die Fachleute nicht, was das nun genau bedeutet, denn seit der Besiedelung hat es aus dem Hofsjökull keinen Ausbruch gegeben, und davor auch nur fünf Ausbrüche in 10.000 Jahren. Páll Einarsson, Professor emeritus am Geoinstitut der Universität Islands, sagt, die Aktivität habe sich seit 2020 deutlich erhöht.

Der Hofsjökull ist mit rund 1800 Metern bei gutem Wetter überall im Hochland zu sehen. Er hat einen Durchmesser von 35 bis 40 Kilometern und ist Ursprung von vier Gletscherflüssen: Þjórsá, Hvítá, Blanca und die Héraðsvötn. Durch Messungen hat man herausgefunden, dass der Gletscher während der obengenannten fünf Ausbrüche weitaus kleiner gewesen ist als heute zu sehen.

Bis zum Jahr 1970 war allerdings nicht einmal bekannt gewesen, dass sich unter der bis zu 700 Meter dicken Eisschicht ein Vulkan mit riesigem Krater verbirgt. Páll Einarsson macht sich jedoch wenig Sorgen.
„Das ist ein aktiver Vulkan, aber sicher einer der faulsten unter seinesgleichen in Island. Kein grosser Ausbruch ist aus diesem Vulkan bekannt, nur in der letzten Eiszeit sind ein paar kleine Lavafelder geflossen,“ erklärt der Professor.

Hofsjökull wurde in Anlehnung an den Bergabschnitt Arnarfell Hið Mikla früher Arnarfellsjökull genannt. Seinen heutigen Namen trägt er nach dem verlassenen Landnahmsgut des Siedlers Eiríkur Hróaldsson in Goðdalir, Hof im Vesturdal, das zu seiner Zeit der grösste zusammenhängende Landbesitz in Island war und bis an den markanten Berg heranreichte.

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