Erdbebenserie am Mýrdalsjökull Skip to content
Photo: vedur.is.

Erdbebenserie am Mýrdalsjökull

Eine Erdbebenserie hat gegen ein Uhr Mittag den Gletschervulkan Mýrdalsjökull erschüttert. Die Beben hatten eine Stärke von bis M1,6 und lagen nach Auskunft einer Expertin für Naturkatastrophen beim Wetterdienst in einer Tiefe von zehn Kilometern, berichtet mbl.is.
“Das könnten auch tektonische Beben sein, aber das ist schwer, etwas mit Sicherheit zu sagen,” kommentierte Sigríður Magnea Óskarsdóttir aus der Erdbebenabteilung beim Wetterdienst.
Die Region sei für Erdbeben bekannt, zuletzt hatte sich eine solche Bebenserie am 25. März ereignet.
“Seit 1991 haben sich dort und in der Umgebung an die 9000 Beben ereignet, das ist also kein unbekanntes Gebiet, auch wenn wir dort nicht so oft Erdbeben sehen.” sagte Sigríður.
“Die Katla ist in diesem Winter und im Frühling recht aktiv gewesen, wir haben sie also ständig im Blick, und alle anderen Vulkane natürlich auch.”

Katla ist der Vulkan unter der Eiskappe des Mýrdalsjökull. Zuletzt hatte sie im Jahr 2011 einen grösseren Gletscherlauf zu Tal geschickt, damals wurde die Brücke über den Múlakvísl zerstört. Ihren letzten grossen Ausbruch hatte Katla im Jahr 1918, damals schleuderte sie eine riesige Aschewolke kilometerweit in die Luft und schickte eine Flutwelle an der Felseninsel Hjörleifshöfði vorbei und entlang der Region Álftaver hinab. Dort waren Bauern gerade beim Schafetreiben. Alle konnten sie der Flutwelle auf dem Rücken ihrer schnellen Pferde um Haaresbreite entkommen, ein grosser Teil der Schafe ertrank jedoch in den Fluten. Der Gletscherlauf von 1918 war der grösste seit der Besiedlung, und er richtete vor allem im Álftaver grosse Schäden an.

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