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Erdbebenschwarm bei Kópasker

Der Erdbebenschwarm in nordisländischen Tjörnesbrotabelti, der seit vergangenem Samstag nicht abreisst, hat sich von der Stärke her etwas beruhigt, wie es bei der Erdbebenüberwachungsabteilung des isländischen Wetteramtes heisst.

Der Zivilschutz hatte am Samstagmittag die Ungewissheitswarnstufe ausgerufen, sie ist immer noch in Kraft. Morgen wollen Experten, Zivilschützer und Polizeivertreter im Wetteramt zusammentreffen, um sich abzustimmen, berichtet RÚV.

Gestern abend trug sich das bislang schwerste Beben mit einer Stärke von 4,2 zu. Das Beben konnte in Kópasker und auf den umliegenden Höfen gut wahrgenommen werden. Die meisten Erdbeben haben ihre Ursprung etwa sechs bis acht Kilometer südwestlich von Kópasker.

Die ausgerufene Ungewissheitswarnstufe bedeutet, dass der Zivilschutz mehr Kontrollbefugnis erhält, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Gleichzeitig wird dadurch auch die Zusammenarbeit mit anderen Behörden sowie der Informationsfluss erleichtert.

Zivilschutz und Polizei in Nordisland raten allen, die in einem bekannten Erdbebengebiet wohnen, ihr Zuhause und den Arbeitsplatz auf Sicherheitsdefizite zu überprüfen. Auf der Internetseite des Zivilschutzes findet man entsprechende Hinweise, wie man im Fall eines schweren Bebens Schäden und Verletzungen so gering wie möglich halten kann.

Auf der Webseite des Wetteramtes steht zu lesen, dass einem solchen Bebenschwarm auch ein sehr schweres Beben folgen kann. In den meisten Fällen verebbt die Bebentätigkeit jedoch langsam.

Kopasker hat in der Vergangenheit mehrere schwere Bebenschwärme und Erdbeben erlebt. Am 14. Januar 1976 zerstörten Beben der Stärke 5,5 bis 6 die meisten Häuser im Ort, Frauen, Kinder und alte Menschen mussten daraufhin evakuiert werden. Ähnliche Erdbebenschwärme traten auch im Mai 1997, im April 2007, im April 2009 und im Oktober 2014 auf.

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