Erdbeben der Stärke M5,6 auf der Halbinsel Reykjanes Skip to content
Map showing recent earthquakes in Iceland
Photo: Screenshot from Iceland’s Meteorological Office’s website.

Erdbeben der Stärke M5,6 auf der Halbinsel Reykjanes

Ein schweres Erdbeben hat sich heute um 13.43 Uhr etwa fünf Kilometer westlich des Geothermalgebietes Seltún in der Nähe des Kleifarvatn auf der Halbinsel Reykjanes ereignet. Erste Messungen zeigten eine Stärke von M5,7 an, später korrigierte die Erdbebenabteilung des Wetteramtes auf 5,6.

Die Katastrophenexpertin Kristín Jónsdóttir bezeichnete das Ereignis als eins der schwersten Beben seit Beginn der elektronischen Aufzeichnungen in 1991. Es gebe jedoch keine Anzeichen für vulkanische Aktivität. Zu Schaden kam niemand bei dem Beben, das natürlich in der Hauptstadtregion, aber im Norden bis nach Ísafjörður und im Osten bis auf die Westmännerinseln verspürt werden konnte.

Um die 400 Nachbeben sind am Bebenherd selbst und in der umliegenden Region aufgezeichnet worden, das stärkste wurde um 15.32 Uhr mit M4,1 gemessen. An einigen Stellen kam es zu Gerölllawinen, eine Strasse musste deswegen gesperrt werden. Dutzende weitere Beben schafften es immer noch über die Stärke 3. Auch weiterhin, so die Experten des Erdbebendienstes, müssen Bewohner der Region mit mehr oder weniger kräftigen Beben rechnen.

Premierministerin Katrín Jakobsdóttir war mitten in einem skype-Interview mit der Washington Post, als das Haus zu wackeln begann, und beeindruckte durch ihre trockene Bemerkung, das sei eben Island. Der Piratenabgeordnete Helgi Hrafn Gunnarsson zeigte sich im Parlament weniger cool, er sprang vom Rednerpult weg, wo er gerade gesprochen hatte, und Parlamentspräsident Steingrímur J. Sigfússon musste die Abgeordneten zur Ruhe rufen.

 

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