Entwicklungen beim Thema Reisen sind ein unbeschriebenes Blatt Skip to content

Entwicklungen beim Thema Reisen sind ein unbeschriebenes Blatt

Beim gestrigen Pressebriefing äusserte Islands leitender Seuchenschutzexperte, es sei unmöglich, vorherzusagen, wann die Isländer wieder auf Auslandsreisen gehen könnten. Selbst beabsichtige er nicht, in diesem Jahr ins Ausland zu reisen.
Der Geschäftsführer des isländischen Tourismusverbandes, Jóhannes Þór Skúlason, rechnet nicht vor dem nächsten Sommer damit, dass Touristen wieder in grossem Stil ins Land kommen, berichtet RÚV.

Die grösste Einnahmensquelle des Landes, die Tourismusbranche, ist zum jetztigen Zeitpunkt kaum mehr vorhanden. Am Samstag landete eine Maschine der Fluggesellschaft Icelandair in Keflavík, gestern nur eine. Für heute ist kein Flug geplant. In der vergangenen Woche hatte Icelandair weitere Streichungen angekündigt, da es völlig ungewiss sei, wann die Reisebeschränkungen gelockert werden und die Nachfrage nach Flügen wieder steigt.

Es sei sehr schwierig, etwas zum Thema Auslandsreisen im Herbst zu sagen, gab Þórólfur Guðnason gestern bei der Pressekonferenz zu.
“In erster Linie wissen wir ja nicht, wie die Lage hier bei uns zuhause sein wird. Aber nicht weniger wichtig ist, dass wir nicht wissen wie die Lage im Ausland ist, welche Länder dann offen sind, welche Gebiete, was für Anforderungen an die Touristen gestellt werden, das ist noch ein völlig unbeschriebenes Blatt.” erklärte er. Er selbst wolle in diesem Sommer im Inland reisen.

Tourismusbranche am Boden

Die meisten Tourismusunternehmen befinden sich derzeit in grossen Schwierigkeiten, überall drohen Kündigungen oder wurden bereits ausgesprochen.
“Das was die eigentlich brauchen, ist für, die auf die das passt, und ich glaube das ist die Mehrzahl [der Unternehmen] in der Branche, die Möglichkeit, sich einfach zurückzuziehen, zu pausieren, und den Betrieb wieder aufzunehmen, wenn die Touristen in grossem Stil zurückkommen, was ich jedoch nicht vor 2021 erwarte,” sagte auch Jóhannes Þór Skúlason im Abendmagazin Silfrið.

Zum Thema internationalen Tourismus äusserte sich auch Þórólfur Guðnason: “Es wird viel davon gesprochen, dass die internationale Staatengemeinschaft sich im Bezug auf die Ausgestaltung von Reisen über Ländergrenzen zusammentun müsse. Das liegt ja noch ganz am Anfang. Das wird natürlich entscheidend sein im Bezug auf das Ergebnis.”

Viele warteten auf die Erleichterungen, die nach dem 4. Mai in Island einsetzen. Þórólfur sagte, man müsse nach jedem Schritt zwei bis drei Wochen warten, da die Inkubationszeit der Erkrankung bis zu zwei Wochen betragen könne.
“Wir müssen eigentlich den Erfolg sehen können, bevor wir an die nächste Lockerung gehen. Genauso kann es aber auch sein, dass man etwas schneller vorgehen kann, wenn jeder Schritt einzeln genommen wurde. Die Entwicklung muss sich aber eigentlich erst mal so ein bisschen herausstellen.” erklärte Þórólfur auf der Pressekonferenz.

Am 4. Mai wird die maximale Personenzahl von 20 auf 50 erhöht. In einem nächsten Schritt sind dann 100 Personen an einem Ort erlaubt. Zum Anfang Juni soll, wenn alles gut läuft, möglicherweise auch die 2 Meter Abstandsregel zurückgenommen werden, kündigte Zivilschutzchef Víðir Reynisson gestern an.

update

Beim heutigen Pressebriefing korrigierte Víður Reynisson eine Aussage von gestern. Die 2-Meter Abstandsregel werde nicht zurückgenommen und vorläufig auch nicht aus den Zusammenkunftsempfehlungen der Gesundheitsbehörden verschwinden, vielmehr soll sie für die Zukunft zu einer Norm werden, mit der man Mitmenschen begegnet, die sich eine grössere Individualdistanz wünschen.

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