Eismassen verstopfen Þjórsá am Urriðafoss Skip to content
Ice jam, Urriðafoss, Þjórsá, Thjorsá
Photo: Ice jam at Urriðafoss, Screenshot Vísir.

Eismassen verstopfen Þjórsá am Urriðafoss

Auch an der Þjórsá haben sich oberhalb des Wasserfalls Urriðafoss durch die lange Frostperiode grosse Eismassen aufgetürmt. Experten des Stauwerkbetreibers Landsvirkjun schauten sich die Lage gestern an, um besser zu verstehen, welche Auswirkungen die Eismassen auf Wasserkraftwerke haben.
Die Eisschollen sammeln sich bereits seit Mitte Dezember. Nach Ansicht von Andri Gunnarsson, einem Experten für Wasserkraft, ist die derzeitige Kälteperiode ungewöhnlich lang.
“Dann kann der Fluss sich zwischendurch nicht mehr vom Eis befreien, und dann baut sich das auf und bildet Stauungen,” erklärt er. Es gebe durchaus Geschichten von solchen Eisstaus aus alten Zeiten, aber in dem Ausmass wie heute seien sie seit Jahrzehnten nicht mehr vorgekommen.

Eismassen können Kraftwerksbetrieb stören
Ein Verständnis der Eismassen ist wichtig in Bezug auf die drei Wasserkraftwerke, die im unteren Teil der Þjórsá geplant sind. Nicht nur die Eismassen selbst können den Kraftwerkbetrieb stören, sondern auch die Tatsache, dass sie Wasser binden, welches dem Kraftwerk dann fehlt. Vorerst findet man am Urriðafoss ein aussergewöhnliches Naturspektakel vor, denn dort verschwindet der Fluss in einem Loch und ist nicht mehr zu sehen, berichtet Vísir.
Von den drei in der Region geplanten Kraftwerken befinden sich Urriðavirkjun und Holtavirkjun noch in der Wartephase. Hvammsvirkjun wurde vor einigen Jahren in die Nutzphase gesetzt, die isländische Energiebehörde hatte nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen im vergangenen Jahr den Startschuss gegeben und eine Baugenehmigung erteilt.

Zehn Klagen gegen Hvammsvirkjun
Gegen diese Entscheidung haben nun zehn Parteien Klage eingereicht. Angelvereine, Naturschutzverbände, Landwirte und andere Landbesitzer verlangen, dass die Genehmgung zurückgenommen und sämtliche Baumassnahmen gestoppt werden, berichtet Heimildin.
Haupthintergrund der Klagen ist das 20 Jahre alte Umweltgutachten, welches niemals erneuert worden ist. Auch gehen die Kläger davon aus, dass das 720 Gigawattstunden starke Kraftwerk direkt vor den Toren der Gemeinde Skeiða- und Gnúpverjahreppur – das erste Wasserkraftwerk in einem Wohnort in Island – negative Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben am Ort haben wird. Eine Klägerin bezieht sich auch auf die unlauteren Methoden, mit denen Landwirte offenbar genötigt wurden, ihr Land an den Kraftwerksbetreiber zu verkaufen.

 

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