Ein Graben durch den Erdrutsch soll Fluss umleiten Skip to content

Ein Graben durch den Erdrutsch soll Fluss umleiten

Ein Angelverein will 350.000 Kubikmeter Erdreich ausgraben, um den Fluss Hitará, der vor zwei Jahren durch einen Erdrutsch verschoben worden war, in sein ursprüngliches Bett zu leiten. Wie RÚV berichtet, dürfte das Projekt um die 100 Mio ISK (660.000 EUR) kosten, doch der Hitará Angelverein meint, die Investition sei es wert, weil der Fluss einer der lukrativsten Lachsflüsse im ganzen Land ist.

Im Sommer 2018 hatte eine ungewöhnlich regenreiche Wetterperiode einen riesigen Erdrutsch am Berg Fagraskógarfjall verursacht, der die Hitará komplett stoppte. Der Erdrusch war mit einer Breite von einem Kilometer und einer Länge von 1,5 Kilometern der grösste, der jemals in Island vorgekommen ist.
Die Hitará suchte sich ein neues Bett, doch ein wichtiger Laichort der Lachse befindet sich im alten Flussbett und liegt nun trocken oder ist von Erdreich begraben.

Ólafur Sigvaldsson, der Vorsitzende des Hitará Angelvereins, sagt, das jetzt ausgetrocknete Gebiet stelle etwa 20 Prozent der ehemaligen Hitará dar. Wenn man durch die Massen des Erdrutsches einen Graben von sechs Metern Tiefe und 18 Metern Breite grabe, könne es gelingen, den Fluss in sein altes Bett zurückzuleiten.

Der Verein hat eine Unterstützung von 60 Mio ISK (400.000 EUR) beim Fischzuchtfonds beantragt, erwartet jedoch, dass er die restlichen Kosten selber wird tragen müssen. Ólafur meint, im Vergleich mit dem finanziellen Verlust des Vereins durch den Rückgang des Lachsbestandes amortisiere sich die Investition.

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