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Photo: Arnarfjörður.

Dynjandi: Hubschrauberlandeplatz im Naturschutzgebiet

Eine Archäologin wundert sich, dass Kreuzfahrtschiffe und Hubschrauber Touristen zum Wasserfall Dynjandi bringen dürfen, immerhin befindet der sich im Naturschutzgebiet des Arnarfjörður. Hingegen ist es verboten, dort Drohnen zu fliegen, weil die den Frieden von Vögeln und Menschen stören.

„Das ist ein superschickes Schiff, mit zwei Helikoptern und einem U-Boot, aber wir haben uns darüber geärgert, dass es verboten ist, hier mit der Drohne zu fliegen, aber es ist in Ordnung, per Hubschrauber durch den ganzen Arnarfjörður zu fliegen,“ sagt Margrét Hrönn Hall­munds­dóttir, eine Archäologin bei Naturbüro der Westfjorde über ein Kruzfahrtschiff im Arnarfjörður.  Sie hatte das Schiff heute bei ihrer Ausgrabung mitbekommen. Die Scenic Eclipse II bietet ihren Kunden Luxus und Abenteuer. An Bord befindet sich ein Butler, und eine Reise kostet 8.120 Pfund Sterling, wenn sie für den Zeitraum zwischen dem 5. und 14. August gebucht wurde.

Pausenloser Fluglärm
Auch im vergangenen Jahr waren Kreuzfahrtschiffe in den stillen Fjord eingefahren, sagt Margrét.
“Wir haben hier gegraben, und bis zum Abend war pausenlos Fluglärm im Fjord. Die fliegen nicht besonders tief, aber du kannst dir die Auswirkungen auf das Vogelleben vorstellen, wenn die auf dem Schiff landen. Das ist ein Hubschrauberlandeplatz mitten im Naturschutzgebiet.”

Auf der Webseite der Umweltbehörde steht zu lesen dass die Benutzung von Flugdrohnen am Dynjandi streng verboten ist. Dabei wird auf Untersuchungen hingewiesen, wonach die Drohnen die Vögel stören. Am Dynjandi seien 35 Vogelarten registriert, darunter einige Arten, die auf der Liste stehen, für die Island eine besondere Verantwortung trägt, etwa weil die Vogelart nur in Island brütet. Auch Arten, die vom Aussterben bedroht sind, halten sich am Dynjandi auf.

“Wir haben bemerkt, dass die Vögel unruhig wurden, als wir ziemlich tief im Fjord gegraben haben. Das muss man angehen.” sagt Margrét. “Im letzten Jahr hat ein Reiseleiter aus Ísafjörður im Büro angerufen, um sich wegen dieser Hubschrauberflüge zu erkundigen, und er erhielt als Antwort, dass das nicht verboten sei.” Neben den Hubschraubern ist nicht nur ihr auch das Kreuzfahrtschiff im Fjord ein Dorn im Auge. “Die Leute flippen darüber aus, dass das erlaubt ist, weil alle anderen ihre Touristen aus Ísafjörður herankarren. Aber da legst du ja ein Hotel mitten ins Naturschutzgebiet.”

 

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