Dramatischer Rückgang beim Bestand der Gerfalken Skip to content
An Icelandic falcon
Photo: Golli. An Icelandic falcon.

Dramatischer Rückgang beim Bestand der Gerfalken

Noch nie ist der isländische Falkenbestand so klein gewesen, zumindest nicht seit Beginn der Zählungen im Jahr 1981. Experten vermuten, dass die Vogelgrippe für den Rückgang verantwortlich ist, berichtet RÚV.

Der Gerfalke ist der grösste unter den Falken. Im Vergleich zu anderen Beständen in Arktis und Tundra kann der isländische Gerfalke als genetisch einzigartig bezeichnet werden. Bis 1919 war er auf dem isländischen Staatswappen zu finden, und die höchste Ehrung des Landes, der Falkenorden, trägt ihren Namen nach dem majestätischen Raubvogel.

Seit 40 Jahren überwacht das Institut für Naturgeschichte Islands Falken auf einem Gebiet von mehr als 5000 Quadratkilometern im Nordosten des Landes.Und noch nie seit Beginn der Zählungen lagen die Bestandszahlen so niedrig wie in den vergangenen drei Jahren. Die Biologen fanden in nur 38 von 88 bekannten Nestern Junge, dafür eine Rekordzahl an leeren Falkennester. Dabei sind Bestandsschwankungen nicht mal ungewöhnlich, zumal der Bestand des Falken eng mit dem des Schneehuhns zusammenhängt – seiner Hauptbeute.

Die Biologen halten den Rückgang für besorgniserregend. Als wahrscheinlichste Erklärung gilt die Vogelgrippe, und dass weitaus mehr Falken ihr zum Opfer gefallen sind als ursprünglich angenommen. Im Jahr 2022 war nur ein gesichert an Vogelgrippe verendeter Falke aufgefunden worden, allerdings hatte man weitaus mehr tote Falken gefunden, wo der Verdacht auf Vogelgrippe bestand.

Im Mittelalter waren Gerfalken aus Island begehrte Beizvögel und als Geschenke unter Königen üblich.

 

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