Diebstähle mit altem Trick in Þingvellir Skip to content
Photo: Þjóðgarðsvörður á Þingvöllum.

Diebstähle mit altem Trick in Þingvellir

Innerhalb des letzten Monats sind der Nationalparkverwaltung Þingvellir fünf Taschendiebstähle im Besucherzentrum Haki und an anderen Orten in der Schlucht Almannagjá gemeldet worden, überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen, berichtet Vísir. Drei der Vorfälle waren im Februar passiert, zwei weitere am Wochenende und gestern. Zur Zeit errichtet die Nationalparkverwaltung Warnschilder, auf denen Besucher daran erinnert werden, gut auf ihre persönlichen Dinge zu achten.

Der Reiseleiter Jakob Narfi Hjaltason war vergangenen Donnerstag mit einer Gruppe Touristen erst in Þingvellir, später am Geysir unterwegs. In einem Facebookbeitrag berichtete er, dass zwei seiner Gruppenmitglieder an dem Tag bestohlen wurden, einmal in Þingvellir, einmal am Geysir. Insgesamt stahlen die Diebe 1800 Dollar. In beiden Fällen war der Bestohlene gebeten worden, ein Foto des Diebes mit einer normalen Kamera aufzunehmen.

“Die Kamera funktioniert erst mal nicht, und dann kommt der Komplize und hilft mit der Kamera, und währenddessen bestiehlt der dritte Beteiligte das Opfer, das damit beschäftigt ist, darauf zu achten, was mit der Kamera abläuft,” beschreibt Jakob die Vorgehensweise. Das erste Opfer habe den Diebstahl erst nach dem Vorfall am Geysir entdeckt. Nach Angaben der US-Bürger asiatischer Herkunft hätten die Diebe eher nicht wie Isländer ausgesehen, verglichen mit den Isländern, die sie bisher gesehen hätten. In beiden Fällen hatte sich das Geld in einer vor dem Bauch getragenen Gürteltasche mit Reissverschluss befunden. Offenbar, so Jakob, hätten die Diebe gewusst, dass Asiaten oft mit Bargeld unterwegs seien, weil sie Kartenzahlung nicht so oft verwendeten.

In Þingvellir gibt es am Besucherzentrum Sicherheitskameras, diese fehlen jedoch weiter unten an den Wanderwegen, wo Diebstähle am hellichten Tag passierten. Jakob hofft, dass bald auch dort Kameras aufgestellt werden, denn Diebstahl sei leider eine Folge des Tourismus.
Vor einigen Tagen hatte Nationalparkchef Einar E. Sæmundsson angegeben, aufgrund der hohen Kreuzfahrtschiffzahlen in diesem Sommer mit bis zu 10.000 Touristen pro Tag zu rechnen. Umso wichtiger wird es dann, auf seine persönlichen Dinge zu achten.

 

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