COVID-19: "Wir sind an einem kritischen Punkt" Skip to content
Chief Epidemiologist Þórólfur Guðnason
Photo: Blaðamannafundur Covid-19 Corona Flensa Almannavarnir Ríkislögreglustjóri.

COVID-19: “Wir sind an einem kritischen Punkt”

Island meldet 21 neue Inlandsfälle der COVID-19 Krankheit vom gerade vergangenen Wochenende. An der Grenze wurden 19 Falle gefunden, unter diesen Fällen befinden sich 10 Crewmitglieder eines aus Südamerika gekommenen Containerschiffs, welches in Reyðarfjörður vor Anker liegt.

Fünf oder sechs der 21 Fälle befanden sich zum Zeitpunkt der Diagnose nicht in Quarantäne. Már Kristjansson, der Chefarzt der Infektionsabteilung am Landspítali sagte RÚV gegenüber, es sei zu früh, von einer möglichen vierten Welle der Infektion zu sprechen, doch die Fälle erregten grosse Besorgnis. Die Proben der positiv Getesteten müssen noch hinsichtlich der Virusvariante ausgewertet werden. Ob es zu einer neuen Welle komme, werde sich in den kommenden Tagen herausstellen.

Eine der infizierten Personen ist ein Lehrer an der Laugarnes Schule in Reykjavík. Vier Lehrer des Kollegiums und etwa 80 Schüler sind zum Test geschickt worden und befinden sich währenddessen in Quarantäne. Auch Mitglieder der Fussballmannschaften Stjarnan und Fylkir sitzen in Zusammenhang mit den Fällen in Quarantäne.

Die Schiffsbesatzung des aus Südamerika stammenden Containerschiffes befinden sich an Bord in Isolation, die bislang nicht positiv getesteten Mannschaftsmitglieder sind in Quarantäne. Chefepidemiologe Þórólfur Guðnason hält es für wahrscheinlich, dass die gesamte Mannschaft infiziert ist. Auch hier wird die Virusvariante noch untersucht.

Mehr als ein Cluster
Bei der heutigen COVID Pressekonferenz nannte Þórólfur das Aufflackern “mehr als einen Cluster”. Das SARS-CoV-2 Virus sei doch weiter innerhalb der Bevölkerung verbreitet als die Behörden zuvor angenommen hatten.
“Wir befinden uns an einem kritischen Punkt,” sagte Þórólfur und forderte alle Personen, die Symptome verspüren auf, sich auf COVID-19 testen zu lassen.

Er kündigte an, dass er in den kommenden Tagen ein Vorschlagspapier an die Gesundheitsministerin senden werde, in dem es um Einschränkungen im Inland, aber auch um verschärfte Massnahmen an den Landesgrenzen gehe. Er deutete an, dass die Vorschläge die Überwachung von Personen in Quarantäne und die Gültigkeit von Attesten thematisieren.

Zur Zeit befinden sich drei Personen in stationärer Behandlung, bei allen wurde die britische Virusvariante diagnostiziert. Die Gesundhehörden rechnen damit, dass es zu weiteren stationären Aufnahmen kommt.

Hier findet man die aktuellen Zahlen.

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