CCS-Endlagerung für Kohlendioxid in Straumsvík geplant Skip to content

CCS-Endlagerung für Kohlendioxid in Straumsvík geplant

Die Firma Carbfix, ein Tochterunternehmen des Energieversorgers Orkuveitu Reykjavíkur, will im Straumsvík auf der Halbinsel Reykjanes eine Annahme- und Entsorgungsstelle für Kohlendioxid  (CO2) bauen, berichtet RÚV. Ziel ist es, dort bis zu drei Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr zu entsorgen, die per Schiff aus Nordeuropa gebracht werden.
Carbfix war im Jahr 2007 gegründet worden und hatte seine Betriebsstätte die ersten Jahre in der Bergregion der Hellisheiði, zwischen der Hauptstadt und dem Südland. In dem Betrieb wurden im CCS-Verfahren (Carbon capture and storage) jährlich etwa 4000 Tonnen Kohlendioxid aus der Atmosphäre abgeschieden und endgelagert.

In einer Pressemitteilung des Unternehmens hiess es, dass mit dem Aufbau des neuen Betriebs in Straumsvík 600 direkt und indirekte Arbeitsplätze in Aussicht stünden. Im Fréttablaðið stand von Kosten im Rahmen von 30 bis 35 Mrd ISK zu lesen.
Begonnen wird das Projekt mit Entwürfen und der Einholung von Betriebsgenehmigungen. Im kommenden Jahr soll es dann Probebohrungen geben. Mit einem Anlaufen des Betriebs wird für das Jahr 2025 gerechnet, um 2030 herum soll dieser dann auf vollen Touren laufen

Gefahr von ausgelösten Erdbeben eher unwahrscheinlich
Bei der Entsorgung von Kohlendioxid wird das klimaschädliche Gas antransportiert, in Wasser aufgelöst und dann tief ins Gestein gepumpt, wo es innerhalb von etwa zwei Jahren versteinert. Nur so kann es langfristig gebunden werden. Hier wird die CCS-Technologie auf deutsch näher beschrieben und erläutert, wie die Lage in Europa dazu aussieht.
Rund um das Kraftwerk auf der Hellisheiði, und nicht nur dort, hatten sich aufgrund der Pumpaktionen zahlreiche zum Teil heftige Erdbeben ereignet, die mit einer Stärke von bis zu 3 bis in die Hauptstadt und nach Hveragerði zu spüren gewesen waren.
Die Unternehmensleiter von Carbfix gaben an, die Erdbebenwahrscheinlichkeit in der Region um Straumsvík untersucht zu haben. Man habe herausgefunden, dass dort eine eher geringe Gefahr von Erdbebentätigkeit bestehe, die die Anwohner wahrnehmen würden.

Straumsvík liegt etwa 15-20 Kilometer vom jetztigen Vulkanausbruchsgebiet entfernt. Vor dem Ausbruch in den Geldingadalir hatten Beben bis zu einer Stärke von 5,7 die Halbinsel erschüttert und waren bis Reykjavík und ins Südland zu spüren gewesen. Vorgestern hatte sich in der Nähe des Berges Þorbjörn ein Beben der Stärke 4,1 ereignet, welches bis nach Hella im Südland und nach Grundarfjörður im Westen bemerkt worden war.

 

 

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

* indicates required

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter