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whaling Hvalur hf
Photo: A whale at Hvalur hf.’s whaling station.

Björk nimmt an Anti-Walfang-Protest statt

Die isländische Musikerin Björk wird an einem Anti-Walfang-Protest am 3. Juni in Reykjavík teilnehmen. Die Organisatioren des Protestes drängen Islands Regierung darauf, dem Walfang sofort Einhalt zu gebieten.

Einer Pressemeldung ist zu entnehmen dass Björk bei der Protestveranstaltung auf dem Hjartatorg in der Innenstadt einen Bühnenauftritt haben wird. Nicht nur sie, auf die Musiker Högni und JFDR wollen auftreten, ausserdem soll es Ansprachen der Schauspielerinnen Hera Hilmars und Kristín Vala Ragnarsdóttir geben, sowie Wortmeldungen der Ungir umhverfissinnar (der junge Umweltverband) und des Nordic Youth Biodiversity Network. Die beiden Verbände werden einen Rechtsstreit gegen die isländische Regierung ankündigen, sollte der Walfang nicht sofort verboten werden.

280.000 Unterschriften gegen den Walfang
Während der Veranstaltung wollen die Initiatoren zwei Petitionen herumgehen lassen, die eine ist isländisch, die andere international. Beide Petitionen werden dann in der kommenden Woche Islands Ministerin für Fischerei, Landwirtschaft und Lebensmittel, sowie der Premierministerin überreicht. Bislang sind der Pressemeldung zufolge bereits 100.000 Unterschriften auf change.org eingegangen. Die isländische Petition ist von fast 180.000 Personen unterzeichnet worden.

Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr am Alten Hafen, wo sich die Teilnehmer am Walbeobachtungsschiff Fífill versammeln, und von dort aus zum Hjartatorg wandern, “im Geist der Wanderungen, die Finnwale jedes Jahr von den Azoren an Island vorbei nach Svalbard unternehmen.”
Nach der Wanderung findet die eigentliche Veranstaltung zwischen 15 und 19 Uhr unter Moderation des Comedystars Saga Garðarsdóttir statt. Ausserdem wird es einen Kunstworkshop für Kinder geben, die dort ihre eigenen Flaggen malen können.
Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung unter anderem von Björk, Guðmundur Arnalds, und Juanma b2b.

Keine rechtliche Handhabe, den Walfang zu stoppen
Anfang Mai hatte Ministerin Svandís Svavarsdóttir angegeben, es sei rechtlich nicht möglich, den diesjährigen Walfang zu stoppen. Dies trotz einer Studie, die zweifelsfrei zeigt, dass die Fangpraktiken nicht mit dem isländischen Tierschutzgesetz in Einklang zu bringen sind, weil Wale teilweise einen mehrstündigen Todeskampf erleiden. Die diesjährige Jagdsaison beginnt Mitte Juni. Sie ist die letzte unter noch bestehender Lizenz, für die Saison 2024 und folgende muss eine neue Lizenz ausgegeben werden. Zur Ausgabe einer neuen Lizenz hatten sowohl die zuständige Ministerin als auch Islands Premierministerin Katrín Jakobsdóttir sich zuletzt ausgesprochen vage geäussert.
Islands einziges Walfangunternehmen Hvalur hf hatte angekündigt, zwei Tötungsmethoden entwickelt zu haben, mit denen Wale effektiver getötet werden können. Dabei arbeite man mit künstlicher Intelligenz, und mit Stromschlag durch die Harpune.

 

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