Bevölkerung von Fluglärm durch Hubschrauber genervt Skip to content
Photo: Screenshot RÚV.

Bevölkerung von Fluglärm durch Hubschrauber genervt

Bei der Stadt Rekjavík prüft man derzeit, ob der Flughafen in der Hólmsheiði ein möglicher Standort für zukünftige Panoramarundflüge sein könnte. Einwohner im Stadtteil Hlíðarendi vergleichen Krach und Umweltverschmutzung mit einem Kriegszustand, berichtet RÚV.
In der Nachbarschaft des Flughafens in der Vatnsmýri hat man die Schnauze voll von den Hubschraubern und ist überzeugt, dass der Krach längst die zulässigen Grenzwerte für Wohngebiete überstiegen hat. Auch Bürgermeister Dagur B. Eggertsson hatte gestern in den Radionachrichten gesagt, es sei dringend, aufgrund stegender Flugzahlen einen neuen Standort für die Rundflüge der Hubschrauberunternehmen zu finden.

Kristján Vigfússon aus dem Stadtteil Hlíðarendi fühlte sich ein bisschen wie im Kriegszustand: „Wenn ichs richtig verstehe, dann sind da inzwischen sieben oder acht Unternehmen tätig. Das sind jeden Tag mehr als 80 Landungen, mit unglaublichem Lärm ganz nahe an den Wohnhäusern hier.“
Nicht nur bei den Reykjavíker Gesundheitsbehörden, sondern auch beim Flughafenbetreiber Isavia sind Klagen eingegangen – 135 wegen Lärmbelästigung und 121 wegen der Hubschrauber, davon allein 95 seit Beginn des Vulkanausbruchs. Im letzten Jahr waren insgesamt nur 23 Beschwerden eingegangen, 11 davon wegen Hubschrauberlärm.

Die beiden schönsten Naherholungsorte der Hauptstadt, Nauthólsvík und der Berg Öskjuhlíð, seien in diesem Zustand eigentlich nicht mehr nutzbar, so Kristján. Er findet, die Bewohner von Hlíðarendi hätten die gleichen Rechte wie alle anderen Bewohner der Hauptstadt, nämlich das Recht, in Ruhe und Stille zu leben. Es spiele keine Rolle, ob da nun ein Superreicher im Privatjet ist, oder Privatunternehmen mit Hubschrauber, die am Vulkanausbruch verdienen, weil irgendwelche reiche Touristen mit ihnen da hinfliegen, das könne alles nicht auf Kosten des öffentlichen Interesses passieren, so Kristján.

Das Hubschrauberunternehmen Reykjavik Helicopters operiert aus der Vatnsmýri und hat durchaus schon geprüft, wie es mit einem Umzug des Unternehmens aussehen würde. Geschäftsführer Friðgeir Guðjónsson meint, sein eher kleines Unternehmen habe sehr viel zu tun dieser Tage, auch weil das Wetter so gut sei, und so ein Flugstandort sei nicht mal in einer Nacht umgezogen.
“Unsere Piloten haben versucht, Wege zu fliegen, wo sie so wenig wie möglich stören. Aber wir müssen natürlich auch den Anweisungen der Lotsen Folge leisten.” Da werde oft um mehr Flughöhe als möglich gebeten, zudem müssten Hubschrauber sich auch nach der Windrichtung bewegen.
Er sehe aber durchaus, dass es an der Zeit sei, an einen Umzug zu denken.
Auf dem Reykjavíker Inlandsflughafen landen auch immer mehr Privatjets, die zusätzlichen Lärm zu den Linienflügen der Inlandsmaschinen bringen.

 

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