Besucherandrang am Vulkan, Behörden mahnen zur Vorsicht Skip to content
landhelgisgæsla Geldingadalur gos eruption
Photo: Landhelgisgæsla Íslands/Facebook. Geldingadalur eruption March 20, 2021.

Besucherandrang am Vulkan, Behörden mahnen zur Vorsicht

Gestern haben Rettungseinsätze geschätzt, dass sich möglicherweise an die tausend Menschen auf den Weg zur Ausbruchsstelle gemacht haben. Noch am Abend befanden sich Dutzende von Fahrzeugen an der Strasse und mehrere hundert Menschen in den Bergen zwischen der Strassen und den Geldingadalir, wo vorgestern Abend eine Spalteneruption stattgefunden hatte. Auch in der Nacht hatten sich viele Schaulustige an der Ausbruchsstelle befunden. Heute stand bereits am frühen Morgen eine Schlange geparkter Autos am zugänglichen Ende des Suðurstrandavegur und viele hatten sich trotz des schlechten Wetters auf den Weg gemacht. Für heute werden noch mehr Besucher erwartet.

Ein Einsatzmitglied der Rettungseinheit sagte RÚV gegenüber, mancher sei für die lange und schwere Wanderung nicht ausreichend gekleidet oder ausgerüstet. Nun sollen sich mehr Einsatzkräfte vor Ort aufhalten, um im Notfall zur Stelle sein zu können. Eine Bergung aus dem unwegsamen Gelände ist aufwendig.

Der Zivilschutz hat eine Mitteilung für Lavatouristen veröffentlicht. Demnach gibt es nur zwei Möglichkeiten, an die Ausbruchsstelle heranzukommen: von der Blauen Lagune aus und von Grindavík aus, wobei die Strasse vorgestern wegen erdbebenbedingter Schäden auf halber Strecke gesperrt werden musste. Die Wanderung führt vier bis sechs Stunden (ein Weg) durch nicht gekennzeichnetes Gelände, neben guter und warmer Wanderausrüstung ist auch ein Kompass oder GPS Gerät vonnöten, weil man sich in der Region leicht verirrt.

Es gibt keine bzw. nur sehr schlechte Mobilfunkverbindung in der Region. Auskühlung und Erschöpfung können Wanderer vor allem in der momentanen Wetterlage in Gefahr bringen, am gefährlichsten wird jedoch die Gasentwicklung aus der Ausbruchsstelle eingeschätzt. Das Gas kann geruchlos sein und sich in Senken halten, selbst wenn der Wind sich bereits gedreht hat.
Nach Angaben von Hulda Rós Helgadóttir vom Wetterdienst ist die Gaskonzentration in Ausbruchsnähe am höchsten. Zu Beginn des Ausbruchs wurde dort ein lebensgefährlich hoher Gehalt an Schwefeldioxid gemessen.

Die Behörden warnen davor, der Lava nicht zu nahe zu kommen. Vor allem an den Kratern können Wände jederzeit einstürzen, und es können sich ohne Vorwarnung neue Spalten öffnen, aus denen Lava strömt.

Für alle, die keine Möglichkeit haben, den Ausbruch mit eigenen Augen zu betrachten, gibt es beeindruckende Videos und Fotos in den sozialen Medien.
Hier findet man den Livestream der Webcam, die gegenüber von der Ausbruchsstelle positioniert ist.
Hier gibt es ein beeindruckendes Video aus der ersten Nacht, von Sigurður Þór Helgason in Szene gesetzt.
Hier findet man spannende Fotos aus einem anderen Blickwinkel.

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