Bessastaðanes unter Naturschutz gestellt Skip to content

Bessastaðanes unter Naturschutz gestellt

Die Halbinsel Bessastaðanes im Faxaflói ist gestern offiziell unter Naturschutz gestellt worden, auf Wunsch des Präsidentenamtes und des Stadtrates von Garðabær. Islands Staatspräsident Guðni Th. Jóhannesson begrüsste es, dass Naturschutz- und Naherholungsaspekte bei der Entscheidungsfindung federführend gewesen sind. Die Leiterin der isländischen Umweltbehörde bezeichnete den neuen Schutzstatus als bedeutungsvoll für die Biodiversität.

“Wir schützen hier zum Wohle des menschlichen Lebens, der Naturdenkmäler und der Natur. Bessasaðanes ist sehr beliebt und die Menschen gehen hier gerne spazieren, joggen, fahren Rad und reiten, und wir möchten sicherstellen, dass auch zukünftige Generationen diese Landqualitäten hier genießen können. Abgesehen davon, was nicht weniger wichtig ist, gibt es hier eine vielfältige Vogelwelt, und wir wollen dafür sorgen, dass dies auch weiterhin so bleibt,“ sagte Guðni Th. Jóhannesson.  Auch die Moore in Bessastaðanes werden in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. “Wenn also im Frühjahr die Ringelgans nach Island kommt, dann findet sie dort weiterhin einen sicheren Ort, und auch im Herbstm wenn sie von hieraus nach Norden weiterzieht.”

Kein Flugplatz, kein Wohnblock
Guðni sagte, der Mensch habe Umgebung und Natur von Bessastaður durchaus seinen Stempel aufgedrückt. Der Naturschutzstatus sei vergeben worden, damit es möglich sei, so harmonisch wie nur möglich mit der Natur zu leben. “Hier wird es keinen Flugplatz geben, und hier wird es keine Wohnblocks geben, und hier wird im Großen und Ganzen alles so bleiben, wie es jetzt ist.
Tatsächlich hatte es im 20. Jahrhundert Überlegungen gegeben, in Bessastaðanes einen Inlandsflughafen zu bauen. Doch weil die Gegend so ein wunderbares Naherholungsgebiet sei, hätte er es, so der Präsident, als grosse Sünde empfunden, wenn andere Aspekte als Naturschutz und Naherholung die Oberhand gewonnen hätten. Guðni selbst ist begeisterter Läufer und oft mit anderen Läufern in Bessastaðarnes anzutreffen.
Durch den Naturschutzstatus soll es zu keinen Einschränkungen kommen.“Was wir brauchen, um diese Natur genießen zu können, ist, dass sie da ist. Der Schutz erfolgt also keineswegs so, dass wir dieses Gebiet irgendwie abzäunen und unberührt lassen, ganz und gar nicht, wir wollen, dass die Menschen diese Naturperle nutzen,“ sagt Guðni.

Weitere Strandabschnitte sollen folgen
Umweltminister Guðlaugur Þór Þórðarson hatte den Naturschutzstatus am Morgen unterzeichnet. “Das ist ein grosser Freudentag und sehr wichtig, dass wir auch in den Städten an Naturschutz und Umweltschutz denken,” sagte der Minister. “Hier gibt es viel Leben und viel Natur, und hier ist ein Lebensraum der Vögel, und hier gibt es unberührte Strandabschnitte.” Er hoffe dass andere Gemeinden im Hauptstadtbereich dem Beispiel folgten. In Bessastaðanes gebe es eine Fülle von Kultur-und Naturdenkmäler, auf die man aufpassen müsse. Man plane, Strände in der Hauptstadt, etwa am Skerjafjörður, ebenfalls unter Naturschutz zu stellen.
Die Leiterin der Umweltbehörde, Sigrún Ágústsdóttir, betonte die grosse Bedeutung des Naturschutzes für die Biodiversität, nicht nur für die Natur selbst, und etwa die Ringelgans, sondern auch als Naturlehrpfad für die Hauptstadtbewohner.
Der Naturschutzstatus für Bessastsðanes war seit 2004 in Bearbeitung gewesen.

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