Bergsturzgefahr am Krýsuvíkurbjarg Skip to content
Photo: Krýsuvíkurbjarg, Landsbjörg.

Bergsturzgefahr am Krýsuvíkurbjarg

An der bei Touristen beliebten Klippe Krýsuvíkurbjarg auf der Halbinsel Reykjanes hat sich das Gestein durch die heftigen Erdbeben der letzten Monate gelockert und es besteht die Gefahr, dass Teile der Klippe herausbrechen. Die Spalten vergrössern sich ständig, daher werden Besucher davor gewarnt, sich an den Klippenrand zu begeben, vor allem während eines Erdbebenschwarms, berichtet Vísir.

Die Spalten seien schon lange dort vorhanden gewesen, während von unten die See an der Klippe grabe. Immer wieder breche etwas ab, und schliesslich bildeten sich Spalten im Felsen selbst, erklärte die Geomorphologin Esther Hlíðar Jensen am Morgen in einem Radiointerview. Als im Vorspiel des Fagradalsausbruchs Erdbebenschwärme die Halbinsel erschütterten, hätten sich die Spalten sehr weit landeinwärts geöffnet.

Am Wochenende hatten sich weitere grosse Spalten in der Nähe des alten Leuchtturms gebildet und ein Teil des Felsens unterhalb des Leuchtturms stehe kurz davor, sich zu lösen und ins Meer zu stürzen. Esther zufolge gebe es ähnliche Fotos aus dem Jahr 2020, und man sehe deutlich, wie sich die Spalte verbreitere, ein klares Indiz, dass sie in Bewegung sei, unter anderem weil die See von unten grabe. Gemessen worden sei dort jedoch bislang nichts.

Der isländischen Wetterbehörde ist nicht bekannt, wieviele Besucher an den Küstenabschnitt fahren. Man habe aber ein Warnschild aufgestellt.
Seit dem Vulkanausbruch gibt es für das Gebiet jedoch Ausbaupläne, unter anderem sollen dort Wanderwege angelegt werden. Esther sagt, in 2020 sei ein grosses Stück Felsen abgebrochen und das könne jederzeit wieder passieren, vor allem wenn die Erde auf der Halbinsel bebe.
“Wenn wir von einem Erdbebenschwarm wissen, geben wir eine Warnung aus, dass es dort an der Klippe zu einem Bergsturz kommen kann.”

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