Bebenserie am Herðubreið als Auftakt zu Askja-Ausbruch? Skip to content

Bebenserie am Herðubreið als Auftakt zu Askja-Ausbruch?

Neusten Messungen zufolge befinden sich grosse Mengen an Magma in der Magmakammer unter dem Vulkan Askja in Nordisland. Der Vulkanologe Ármann Höskuldsson meint, daraus könnte ein ziemlich kräftiger Ausbruch entstehen, es sei nur eine Frage der Windrichtung, wo die Asche niedergehe.

In der vergangenen Nacht hatte nördlich des Tafelbergs Herðubreið eine Bebenserie begonnen, die noch nicht vorüber ist. Gegen 23 Uhr wurde die Erde dort mit einer Stärke von 4,1 erschüttert. Nach Angaben der diensthabenden Wissenschaftler bei der Vulkanabteuilung des isländischen Wetterdienstes war dieses Beben das stärkste, seit dort vor 30 Jahren zum ersten Mal Messungen stattgefunden haben. Das Beben konnte bis nach Akureyri verspürt werden, mehr als 1400 Nachbeben haben sich seitdem ereignet, davon drei mit einer Stärke von mehr als 3. Herðubreið selbst ist in einem einzigen Vulkanausbruch vor 10.000 Jahren entstanden und gilt als inaktiv.

Askja könnte vor einem Ausbruch stehen
Vulkanologen glauben, dass diese Bebenserie am Herðubreið ein weiterer Hinweis darauf sein könnte, dass die Askja vor einem Ausbruch stehe. Der Vulkanexperte Ármann Höskuldsson ist ebenfalls dieser Ansicht. “Das ist Teil des Prozesses, der in der Askja im Gange ist, dass sie in Bewegung gerät, und dies zum ersten Mal im Jahr 2012.” Ein Vulkanausbruch in der Region verlaufe als Lavaausbruch, weitab von menschlicher Behausung.
Zuletzt war die Askja im Jahr 1961 ausgebrochen, als das Lavafeld Vikuhraun entstand. Im Jahr 1875 hatte es einen schweren Ausbruch mit soviel Aschefall gegeben, dass die Menschen aus umliegenden Regionen ihre Höfe verlassen mussten.

Ármann erklärt, dass sich das riesige Spaltensystem der Askja bis hin zum Dettifoss erstrecke. In der Askja selbst sei alles möglich, sie habe sich stark angehoben und neusten Messungen zufolge warteten erhebliche Magmamengen unter der Erdoberfläche.
“Wir könnten dort durchaus einen ganz ordentlichen Vulkanausbruch bekommen, das ist nur eine Frage der Windrichtung, wo sich dann die Belästigung [Aschefall] zeigt.” sagt Árman.

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