Aufforstung: Eine Million Bäume pro Jahr für den Wildlachs Skip to content
Photo: Skógræktin, Facebook.

Aufforstung: Eine Million Bäume pro Jahr für den Wildlachs

Durch die Anpflanzung von Wäldern und Gestrüpp in der Nähe von Lachsflüssen im Nordosten Islands möchte das Unternehmen Six Rivers die Flüsse mit Nährstoffen versorgen und damit den Lebensraum der Wildlachse bereichern. Eine Million Pflanzen pro Jahr ist das Ziel. Vor allem die Lachsflüsse in Vopnafjörður, Bakkafjörður und im Þistilfjörður hat Six Rivers im Fokus. Die zusätzlichen natürlichen Nährstoffe sollen dem Lachs zugute kommen, berichtet RÚV.
Six Rivers befindet sich im Besitz des britischen Multimillionärs und Sportanglers Jim Ratcliffe, der nach dem Staat einer der grössten Landeigentümer Islands ist. Das Unternehmen managt die Angelrechte an sechs Lachsflüssen im Nordosten und hat sich zum Ziel gesetzt, den Bestand des atlantischen Wildlachses zu schützen und zu fördern.

Eine Million Bäume pro Jahr
Hrafnkatla Eiríksdóttir, die Projektleiterin der ehrgeizigen Aufforstung erklärt, pro Jahr sei eine Million Setzlinge geplant. „Das ergibt 500 Hektar pro Jahr, die wir aufforsten, um die Dichte zu erzielen, die wir haben möchten. Wir haben keinen Zeitraum geplant, aber das werden sicher Jahrzehnte, weil rund um diese Flüsse und ihre Einzugsbereiche genügend Land vorhanden ist,“ sagt Hrafnkatla.
An der Selá im Vopnafjörður hat die Pflanzung bereits begonnen, und in diesem Sommer sollen die ersten 200.000 Setzlinge in den Boden kommen. Weitere Flüsse sollen in den kommenden Jahren folgen.

Nährstoffboost durch Blätter
Die ersten Bäume waren schon im Jahr 2017 im Rahmen eines Experimentes gesetzt worden, um zu schauen, wie sich die Setzlinge entwickeln. Seit 2017 kamen 160.000 Setzlinge dazu, 97,5 Prozent von ihnen sind einheimische Sorten: Birke, teeblättrige Weide, Wollweide, und Eberesche. Auf dem Hof Torfastaðir in Vopnafjörður befindet sich die Baumschule, aus der auch das Unternehmen Brim seine Setzlinge bezieht, um seine Kohlenstoffrechnung zu begrünen.

Die Wälder von Six Rivers hingegen sollen Erdreich binden und die Lachsflüsse mit Nährstoffen versorgen. Hrafnkatla erklärt, wie man sich das vorstellt: „Die Flüsse im Nordosten Islands sind eher nährstoffarm. Bei den Nährstoffen sprechen wir von grünen Nährstoffen, und braunen Nährstoffen. Hier haben wir eher grüne Nährstoffe, die Algen, von den braunen, organischen Stoffen, die von ausserhalb des Flusses kommen, haben wir zuwenig. Diese Masse wollen wir erhöhen.“

Die braune Nährstoffmasse Schlamm entsteht, wenn die Bäume ihre Blätter im Herbst abwerfen und diese im Wasser zerfallen. Der organische Schlamm dient wirbellosen Wasserbewohner als Nahrung, diese werden dann später bevorzugt vom Lachs gefressen. Die Aufforstung ändert am Ende also den Lebensraum der Flüsse.

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

* indicates required

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter