Arctic Fish nicht schuld am Massensterben von Zuchtlachsen Skip to content
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Photo: Salmon farming.

Arctic Fish nicht schuld am Massensterben von Zuchtlachsen

Die Veterinäraufsichtsbehörde MAST ist der Ansicht, dass das Massensterben von Lachsen in den Meerwasserbassins von Arctic Fish im Dýrafjörður zu Beginn des Jahres nicht Schuld des Unternehmens sei. Viele externe und miteinander verbundene Faktoren hätten den Verlust von 2500 Tonnen Lachs in dem Fjord verursacht, heisst es in einer Mitteilung bei MAST.

Arctic Fish hatte am 19. Januar eine erhöhte Todesrate bei den Zuchtlachsen gemeldet. Damals handelte es sich um 0,25 Prozent des Bestandes von 10.000 Tonnen Lachs. Dann aber stellte sich heraus, dass der Kiemenzustand der Fische schlecht war und dass viele Fische an Herz und Muskelentzündungen litten. Der Lachs war im vergangenen Sommer zwischen den Bassins transportiert worden und im Dezember gegen die Lachslaus behandelt worden. Beides hatte den Bestand geschwächt.
Hinzu kam nach Einschätzung von MAST die begrenzte Schlachtkapazität. Im Schlachthaus von Arnarlax in Bildudalur hatte man die Kapazität nicht erhöhen können, und auch COVID-19 spielte eine Rolle. Bis zum Jahresende hatte der Lachs nicht geschlachtet werden können, damit musste er länger in den Bassins aushalten als beabsichtigt. Sein ohnehin kränklicher Zustand und ständige Unwetter taten das Ihre, mit dem bekannt tragischen Ergebnis zu Jahresbeginn.

Die Veterinäraufsichtsbehörde gibt an, die Handlungsweise des Unternehmens sei nicht schuld an dem Massensterben der Fische. Vielmehr hätten die vorgenannten Faktoren den Verlust von 2500 Tonnen verursacht, was einem Viertel des gesamten Lachsbestands im Fjord entspricht. Der Schaden wird auf mehr als 1 Milliarde ISK geschätzt.

Die Kayakerin Veiga Grétarsdóttir hatte Anfang März einen Kurzfilm über von ihr gefilmte Fischzuchtbassins und Meeresböden veröffentlicht, den man hier findet.

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