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Aquafarming im Eyjafjörður stört Walbeobachtung

Die Walbeobachtungsunternehmen im Eyjafjörður sehen die Pläne für ein geplantes grosses Aquafarmingprojekt im Fjord mit einem eher mulmigen Gefühl im Magen, berichtet RÚV.

Das sind ja nicht nur ein paar Tanks draussen im Fjord, sondern das ist eine Grossindustrie,” sagt Halldór Áskelsson, der Besitzer von Keli Sea Tours. Er kritisierte, wie in der Sache vorgegangen werde.

Ich bin auf die Sitzung des Arbeitsentwicklungsvereins im Eyjafjörður gegangen, und dort war der Tenor so, dass dies im Konsens mit Gemeinschaft und Natur gemacht werden soll, und ich sehe aber nicht, dass die Gemeinschaft da etwas zu sagen hat.”

Seiner Ansicht nach nehme man die natürlichen Resourcen des Fjords und überreiche sie ausländischen Reichen und Grossunternehmen und trample gleichzeitig auf den Interessensparteien im Eyafjörður herum.

Das Unternehmen Akvafuture bereitet derzeit Aquafarming mit einem Umfang von 20.000 Tonnen Zuchtlachs im Fjord vor. Dem Unternehmen zufolge werden die Lachse in geschlossenen Behältern gezüchtet, die Auscheidungen sollen an Land gepumpt und dort zu Blumenerde und Biodiesel verarbeitet werden. Es handle sich um eine umweltfreundliche Fischzucht, in der durch die Verwendung von Tiefenwasser auch keine Lachslaus vorkomme, schreibt RÚV. Das Belastungs- und Gefahrengutachten muss noch fertig gestellt werden, im Jahr 20121 soll der Betrieb dann losgehen.

Halldór glaubt, die Aquafarm sei viel grösser als die Leute sich klarmachten. An sechs Stellen auf beiden Seiten des Fjords, vor Svalbarðseyri, Skjaldarvík, Dagverðareyri, Ystu-Vík, Hraná und Hjalteyri, sollen die Fischbehälter im Wasser liegen.

Zwischen Akureyri und Hjalteyri verläuft die Fahrtroute der Walbeobachtungsunternehmen. Sprecher der Walbeobachtungsunternehmen zeigen sich besorgt darüber, dass die Fischzuchtbehälter sich auf ihre Fahrt auswirken. Halldór bezeichnet es als enorme Sichtverschmutzung.

Und zu einer Zeit, wo man den Eyjafjörður als Naturparadies bewirbt, und wo man die Natur des Fjords mit Direktflügen aus dem Ausland verkauft, da stampft man eine der grössten Fischzuchten in der Geschichte Islands mitten in der Natur des Eyjafjörður aus dem Boden. Ich finde, da weiss die rechte Hand nicht genau, was die Linke eigentlich tut,” äusserte sich Halldór RÚV gegenüber.

 

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