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Anzeige wegen Kayak-Trip ins Naturschutzgebiet Surtsey

Der Mann, der mit seinem Kayak auf die Insel Surtsey gerudert und ein Video auf der Plattform Tiktok veröffentlicht hatte, ist von der isländischen Umweltbehörde bei der Polizei angezeigt worden. Das hat Behördenleiterin Sigrún Ágústsdóttir RÚV gegenüber bestätigt. Die Angelegenheit sei bei der Polizei auf den Westmännerinseln in Bearbeitung.
Der Einheimische aus Heimaey hatte behauptet, er sei mit seinem Kayak in Seenot geraten und habe sich auf die Insel retten können, wo ihn sein Vater abholte.

Die Insel Surtsey ist seit ihrer vulkanischen Entstehung vor 60 Jahren streng geschützt. Sie darf nur mit schriftlicher Erlaubnis der Umweltbehörde betreten werden. Diese Erlaubnis wird in der Regel auch nur Wissenschaftlern erteilt, und in wenigen Ausnahmen Kameraleuten für die Produktion von wissenschaftlichem Filmmaterial. In diesem Sommer durften auch Journalisten von Iceland Review mit auf die Insel reisen, und aus Anlass des Inselgeburtstages hat RÚV eine Dokumentation gedreht.
„Normalerweise sind Leute in Naturschutzgebieten willkommen, aber das da wird eher ungewöhnlich streng gehandhabt.“ erklärt Sigrún. „Gleich zu Beginn des Naturschutzes von Surtsey, als der Vulkan dort in 1963 ausbrach, ist das so entschieden worden, dass man überwacht, wie Leben die Insel ohne menschliche Störung erobert.“

Die bei einem Unterseeausbruch entstandene Insel war gleich im Jahr 1965 unter strengen Schutz gestellt worden und befindet sich seit dem 8. Juli 2008 auf der UNESCO Welterbeliste. Jedes Jahr fahren Geologen und Biologen nach Surtsey, um nachzuvollziehen, wie Leben in vulkanischer Asche entsteht, wie Vögel sich niederlassen, wie Pflanzen aus Vogelkot wachsen und Wurzeln fassen. Es gibt eine Hütte für die Wissenschaftler, aber weder Trinkwasser auf der Insel, noch sanitäre Anlagen, entsprechende Bedürfnissse müssen am Strand verrichtet werden.
In seinem Video brüstet sich der Ruderer Ágúst Hall damit, der „Erste auf der Welt zu sein, der mit einem Kayak nach Surtsey rudert“. Musikalisch unterlegt wird das Video vom Song „I wanna be adored.“

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