Am Steuer eingeschlafen und tödlichen Unfall verursacht Skip to content

Am Steuer eingeschlafen und tödlichen Unfall verursacht

By Dagmar Trodler

Ein ausländischer Tourist ist am 17. Juli vergangenen Jahres bei einem schweren Verkehrsunfall nördlich der Hitará auf der Halbinsel Snæfellsnes ums Leben gekommen. Der Untersuchungsausschuss für Verkehrsunfälle hat den Unfallhergang jetzt rekonstruiert und seinen Bericht veröffentlicht. Demnach war der in einem Nissan sitzende Unfallverursacher am Steuer eingeschlafen, auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal in das andere Fahrzeug gerast.

Kein Fahrerwechsel möglich
In dem anderen Fahrzeug, einem Fiat Wohnmobil, sassen eine 50-Jährige, nicht angeschnallt auf dem Rücksitz, sowie Fahrer und Beifahrer, beide waren angeschnallt. Die 50-Jährige starb an den Folgen des Unfalls, die beiden anderen wurden verletzt. Der Unfallverursacher, der eingeschlafen war, hatte nur 14 Minuten am Steuer gesessen. Nach eigenen Angaben hatte er vor dem Unfall kaum geschlafen und war müde. Es habe auf der engen Strasse jedoch keine sichere Möglichkeit gegeben, den Beifahrer ans Steuer zu lassen. Alle drei Insassen im Nissan waren angeschnallt, der Beifahrer auf dem Rücksitz wurde schwer verletzt. Der Rettungshubschrauber hatte zwei Insassen aus dem Nissan und die Schwerverletzte aus dem Wohnmobil in die Universitätsklinik geflogen, die anderen Verletzten wurden mit dem Krankenwagen transportiert.

Übermüdet auf Reisen
Aus dem Bericht des Untersuchungsausschusses geht hervor dass der Nissanfahrer in den Morgenstunden des 15. Juli 2023 in Island gelandet war. Seinen Angaben zufolge war ihm das Mietfahrzeug nicht von einem Mitarbeiter der Mietwagenfirma übergeben worden und er sei von niemandem über die Fahrbedingungen in Island informiert worden. Er habe die zwei Tage vor dem Unfall kaum geschlafen, vor der Reise habe er viel gearbeitet und ebenfalls wenig geschlafen. Am Unfalltag sei er um sechs Uhr aufgewacht und um halb 10 in Reykjavík aufgebrochen. Er habe das Steuer um halb eins übernommen, 14 Minuten vor dem Unfall.
Der Ermittlungsausschuss sieht die Hauptunfallursache darin, dass der Fahrer des Nissan am Steuer geschlafen habe, auf die Gegenfahrbahn geraten und frontal in den Fiat gerast sei. Allerdings habe auch die Breite der asphaltierten Strasse nicht den geltenden Massen der Strassenverwaltung entsprochen.

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