500 Norröna-Reisende sitzen in Seyðisfjörður fest Skip to content
Photo: 21/3/2023 Austurland.

500 Norröna-Reisende sitzen in Seyðisfjörður fest

Um die 300 Besucher von den Färöerinseln, sowie gut 100 Fährgäste der Fähre Norröna sitzen im Hafenstädtchen Seyðisfjörður fest, weil in der Stadt, vor allem aber auf der Bergstrasse Fjarðarheiði, ein Unwetter tobt. Die Fähre verlässt erst morgen abend wieder den Hafen, berichtet Vísir.
Das Schiff hatte heute mit etwa 500 Passagieren angelegt, verteilt auf 5 grosse Reisebusse und 80 Privatfahrzeuge. Als nach Angaben von Hafenmeister Rúnar Gunnarsson alle von Bord gegangen waren, war klar, dass das Unwetter auf der Fjarðarheiði – die Strasse die alle nehmen müssen, egal wohin ihre Reise führt – keinen Verkehr zulassen würde.

Minikreuzfahrt heute: einmal durch Seyðisfjörður
Viele der Passagiere seien Reisende auf sogenannter ‘Minikreuzfahrt’, erzählt Rúnar. “Die gehen bei uns in Dänemark oder auf den Färöerinseln an Bord und dann auf eine Rundfahrt. Das sind diesmal um die 300 von den Färöerinseln und 100 Deutsche.” Die Tagestouristen sind in den Bussen unterwegs. Manche wollten sich Stuðlagil anschauen, andere hatten das Badezeug dabei und wollten in die Vök-Lagune nach Egilsstaðir. Doch aus der Tagestour ist nichts geworden, statt Island konnten die Leute sich Seyðisfjörður anschauen und auf dem Schiff Schutz vor den Sturmböen suchen, berichtet RÚV.

300 Leute von den Färöerinseln klingt jetzt nicht besonders viel. Die Bewohnerzahl der Inselgruppe beträgt allerdings nur 54.000, damit befinden sich ein halbes Prozent der färöischen Bevölkerung heute Nacht in Island. In Seyðisfjörður leben 669 Einwohner. Die 300 Färinger machen damit heute Nacht 28% der Bevölkerung aus, und die Deutschen immer noch neun Prozent.

Man gibt sich alle Mühe, es den Gestrandeten so bequem wie möglich zu machen. Für die Wohnmobile etwa wurde auf dem Campinplatz der Schnee extra geräumt, damit die Touristen an die Steckdosen kommen.
“Die Leute aus Seyðisfjörður sind sehr gastfreundlich, und wir nehmen alle mit offenen Armen auf, ob sie hier wegkommen oder nicht,” meint Rúnar. “Aber das zeigt ja auch den Bedarf für ein Loch im Berg [ein Tunnel]. Das sind vor allem wir, die in Schwierigkeiten geraten. Wenn man hier durch den Berg kommen würde, müsste niemand hier festhängen.”

 

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