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500 Erdbebensensoren im Hengill aufgestellt

Der Energieversorger Orkuveita Reykjavíkur hat in Zusammenarbeit mit ausländischen Wissenschaftlern 500 Erdbebensensoren im Gebiet des Hengill oberhalb von Hveragerði installiert. Damit ist das Gebiet dichter mit Sensoren bestückt als jedes andere Erdbebengebiet, berichtet RÚV. Im Vergleich dazu befinden sich gerade mal 56 Sensoren auf der Halbinsel Reykjanes.

Vala Hjörleifsdóttir, die Leiterin des Innovations- und Zukunftsteams der Orkuveita sagt, das dichte Sensorennetz sei notwendig, um den besten Platz für neue Erdwärmebohrlöcher zu lokalisieren.
Die Entwicklung kleinerer und leichterer Messgeräte, die weniger Strom verbräuchten, schaffe die Möglichkeit, statt einem grossen Sensor viele kleine Geräte aufzustellen und damit eine bessere Auflösung zu erhalten.
Dabei gehe es nicht darum, die Erdbeben anzuschauen. Die Messergebnisse werden dazu benutzt, das Erdwärmesystem besser zu verstehen und die Suche nach Erdwärme zu erleichtern. Damit könnten Erdwärmekraftwerke eine längere Lebensdauer erhalten, ohne dass man neue Gebiete erschliessen müsse.

“Erdbebensensoren werden oft doppelt verwendet. Einmal misst man damit das Erdbebenaufkommen, und dann nutzt man die Erdbeben als eine Art Hilfsmittel um die Erdkruste zu durchleuchten. Wir machen uns die Wellen zunutze, um zu erfahren, was da unten ist. Darum geht es bei diesem Projekt,” erklärt Vala.
Die Aufstellung der Sensoren ist Teil des DEEPEN-Projektes, welches von der Geothermica, einem internationalen Fonds zur Erforschung von Erdwärme, durch das isländische Forschungsinstitut Rannís gefördert wurde. Das Projekt befasst sich mit den Wurzeln des Erdwärmesystems. Mit den gewonnenen Erkenntnissen hofft man dann, tiefere Löcher zur Förderung von Erdwärme für das Energieversorgungsnetz bohren zu können.

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