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beached whales

50 tote Pilotwale aufgefunden

Am vergangenen Donnerstag sind am Strand Löngufjörur auf der Halbinsel Snæfellsnes 50 tote Pilotwale aufgefunden worden, berichtete RÚV. Eine Grupe amerikanischer Touristen, die mit dem Hubschrauber auf einem Aussichtsflug unterwegs waren, hatte die Wale entdeckt, eine von ihnen, die Touristin Greta Carlson, nahm ein Video des erschreckendes Bildes auf und meldete den Vorfall auch den Behörden in Stykkishólmur.

Sie habe noch nie etwas derartiges gesehen, sagte Greta. Einige der Kadaver wiesen Schnittspuren und andere Verwundungen auf. Sie sagt, sie habe ihre Entdeckung dokumentieren wollen, Videomaterial und Fotos könnten in Zukunft möglicherweise ähnliche Unfälle verhindern.

Die Marinebiologin Edda Elísabet Magnúsdóttur sieht eine ganze Reihe von Gründen dafür, dass eine Walgruppe in ein für sie gefährliches Gewässer schwimmt.

Pilotwale, so sagt sie, seien Herdentiere mit starken sozialen Bindungen, die Mitglieder nicht einfach sich selbst überlassen.

In der Region gebe es jedoch auch starke Tiden und Strömungen, was es den Walen erschwert habe, ihren Weg aufs Meer zu machen. Pilotwale nutzen Sonar zur Orientierung, doch diese Kommunikation sei in dem Gebiet begrenzt. Das könne dazu geführt haben, dass die Wale mit der Ebbe gestrandet seien.

Morgen wollen sich Marineforscher auf den Weg nach Löngufjörur machen, um die gestrandeten Wale zu vermessen und Proben zu entnehmen. Wie Gísli Einarsson vom Meeresforschungsinstitut sagt, sei dies eine einmalige Gelegenheit, viele Proben von zahlreichen Walen in kurzer Zeit nehmen zu können. Auch das Penismuseum in Reykjavík soll bei der Gelegenheit bedacht werden.

Entfernt werden sollen die Kadaver jedoch nicht, das haben die Landbesitzer des Strandabschnittes beschlossen. Man will der Natur ihren Lauf lassen. Ein Vertreter der Umweltbehörde befand, dass sich die Kadaver an einem wenig frequentierten Strandabschnitt befänden und keine Geruchsbelästigung darstellen würden. Morgen soll die Lage jedoch erneut geprüft werden.

 

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