Reykjanes: Neue Strasse zur Lagune kurz vor Fertigstellung Skip to content
Photo: Icelandic Road and Coastal Authority.

Reykjanes: Neue Strasse zur Lagune kurz vor Fertigstellung

Die isländische Strassenverwaltung arbeitet derzeit daran, eine neue Strasse zum Kraftwerk Svartsengi zu bauen. Das Kraftwerk und die benachbarte Blaue Lagune sind von einem Schutzwall umringt, die Zufahrt, die in das geschützte Gebiet führte, war allerdings in der letzten Woche bei einem kurzen Lavaausbruch teilweise zerstört worden. Auch die Strasse, die den Küstenwort Grindavík mit der nördlichen Schnellstrasse verbindet, hatte schwere Schäden erlitten.

Über frischer Lava verlegt
Der Strassenbau ist wichtig, weil die Blaue Lagune für Touristen wieder geöffnet ist. Auch wenn es derzeit kaum seismische Aktivität in der Region gibt, deuten Messungen darauf hin dass sich das Land bei Svartsengi erneut hebt. Mit weiteren Lavaausbrüchen ist daher zu rechnen, Experten gehen von Ende Februar oder Anfang März aus. Man hofft, die neue Strasse in der kommenden Woche fertigstellen zu können.

Da die neue Strasse über frischer Lava zu liegen kommt, wird sie entsprechend mit Randmarkierungen, Warnsignalen und Blinklichtern ausgestattet. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 50 Kilometer pro Stunde. Autofahrer sind angehalten, vorsichtig zu fahren und nicht auszusteigen, weil die Strasse heiss sein könnte. Hitzesensoren zeigten gestern eine Untergrundtemperatur von 50 bis 80 Grad an, der Asphalt ist jedoch kühler.

Lavaströme unvorhersehbar
Die neue Strasse könnte im Fall eines weiteren Ausbruchs den Verkehr sowohl nach Grindavík als auch in die Lagune ermöglichen, sodass das beliebte Touristenbad nicht schliessen muss. Der letzte Ausbruch hatte sich am frühen Morgen und glücklicherweise in einiger Entfernung der Lagune ereignet und rund 150 Touristen hatten evakuiert werden müssen. Der Lavastrom hatte dann gegen Mittag unerwartet seine Richtung geändert und war auf die ungeschützte Lagunenzufahrt hingeflossen, damit war der Fluchtweg abgeschnitten.
Unvorhersehbarkeit hatte sich auch beim vorletzten Ausbruch gezeigt, als sich nicht nur ausserhalb sondern auch innerhalb des Schutzwalls Erdspalten öffneten, und in Grindavík Lava über drei Häuser geströmt war. Die Erdspalten und ein möglicher Hohlraum unter der Ortschaft Grindavík werden derzeit untersucht und mit einer speziellen Drohne kartiert.

 

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter

Recommended Posts