Höhle im Möðrudalsöræfi entdeckt Skip to content
Photo: Screenshot RÚV.

Höhle im Möðrudalsöræfi entdeckt

Im nordisländischen Möðrudalsöræfi ist im Sommer eine neue und bislang unerforschte Höhle geöffnet worden, berichtet RÚV. Für die Region gilt sie als eine der grössten Höhlen. Im Sommer war ein Wanderweg zur Sveigshellir markiert worden, eine Gruppe Freiwilliger hatte den Höhleneingang freigelegt. Anwohnern war das Vorhandensein der Höhle bekannt gewesen, hineingeschaut hatte jedoch noch niemand.

Þorvaldur Þ. Hjarðar ist einer der privaten Höhlenforscher, die hinter dem Projekt stehen. “Ich bin hier nur einmal gewesen, auf dem Bauch liegend und wie ein Wurm vorwärtskriechend. Aber dann wollte man das näher untersuchen und erforschen, wie gross die Höhle ist und wie sie von innen aussieht, hätte ja auch nur ein kleines Loch sein können. Es stellte sich aber heraus, dass das hier sicher die grösste Höhle im ganzen Ostland ist, die meisten die wir hier finden, sind nur kleine Grotten, wo die eine Hälfte offen liegt.”
Bei Messungen stellte sich heraus, dass die Höhle um die 11 Meter tief, sieben Meter breit und vier Meter hoch ist.

Alter Rastplatz?
Þorvaldur glaubt dass sich unter den Steinscheiben, die sich auf dem Boden stapeln, möglicherweise menschliche Spuren finden lassen. Denn die Höhle liegt an einem alten Reiseweg zwischen dem Norden und dem Osten des Landes, wo es nachweislich keine Hütte gegeben hat, in der Reisende Schutz hätten suchen können. Eine solche Höhle zur Übernachtung zu nutzen sei nicht ungewöhnlicher als jeder andere Ort.
Da sich auch kein Schafskot fand, kann die Öffnung noch nicht lange offen gewesen sein, denn Schafe hätten die Höhle mit Sicherheit gefunden.

Einziger sichtbarer Bewohner der Höhle war ein weisser Schimmelpilz.
“Das ist ein besonderer Schimmel, Eine Erklärung war, dass es sich um einen Höhlenpilz handeln könnte, den man zur Käseherstellung benutzt. Anderswo in Europa ist sowas eine Delikatesse, dort lässt man den Käse in solchen Höhlen reifen.” erklärt Þorvaldur.

Höhle an den Jarðböðin unter Naturschutz
Die Lavahöhle bei den Jarðböðin am Mývatn, die vor acht Monaten bei Bauarbeiten entdeckt worden war, ist hingegen vom Umweltminister unter Naturschutz gestellt worden. In der Höhle fanden sich dank eines ungewöhnlich feuchtwarmen Mikroklimas höchst seltene Korallen an den Wänden, die in Island einzigartig sind und weltweit nur sehr wenige Vertreter haben. Alle Forscher, die sich die Höhle unter Schutzvorkehrungen angeschaut haben, waren sich einig, dass der Ort unbedingt vor jeglicher Ausseneinwirkung geschützt gehört.

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