Preis des Arctic Circle geht an deutsches Polarforschungsinstitut Skip to content
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Photo: Dr. Marco Zanatta and Nora Fried from Alfred Wegener Institute for Polar and Marine research. Esther Horvath/AWI.

Preis des Arctic Circle geht an deutsches Polarforschungsinstitut

Das deutsche Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung hat den Preis des Arctic Circle erhalten. Der Preis wurde heute in einer feierlichen Zeremonie in der Harpa überreicht.
Das Alfred Wegener Institut AWI stand hinter einer ausgedehnten Expedition zum Nordpol im Jahr 2019, als eine hundertköpfige Gruppe von Glaziologen, Umwelt- und Naturforschern an Bord des Eisbrechers Polarstern im Jahresabstand Daten über die Arktis sammelte. Diese Daten sind jetzt in der nach dem Polarforscher Alfred Wegener benannten Datenbank öffentlich zugänglich.

Der Klimaforscher und Geophysiker Alfred Wegener (1880-1930) war einer der ersten Menschen, die den Nordpol erreichten. Von ihm stammt auch die Theorie zur Kontinentalverschiebung. Er unternahm mehrere Expeditionen nach Grönland und verstarb dort auf tragische Weise im Jahr 1930.
Der Preis des Arctic Circle wird Einzelpersonen oder Instituten für besondere Leistungen in Umweltfragen oder im Kampf gegen den Klimawandel verliehen.
Im Jahr 2016 hatte der damalige UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon den Preis erhalten, in 2019 wurde dem früheren US-Aussenminister John Kerry die Ehre zuteil.

Antje Boetius, die Geschäftführerin des Alfred Wegener Institutes, sagte, der Preis gehöre allen Wissenschaftlern. Nach wie vor sei es wichtig, zu verstehen, was in der Arktis passiere, und herauszufinden, was die Zukunft für das Gebiet bringe. Die nordische Region sei eine einzigartige Umgebung, die aufgrund der globalen Erwärmung vor großen Herausforderungen stehe und die Heimat unzähliger kultureller Gruppen sei
Markus Rex, ein Wissenschaftler des Instituts, bezeichnete den Preis als grosse Ehre und glaubt, dass er dem Institut helfen könne, eine noch stärkere Stimme für die Arktis zu werden und diese noch sichtbarer zu machen. Sie sei das Epizentrum des Klimawandels, wo sich die Erwärmung am schnellsten zeige, daher sei es wichtig, die Aufmerksamkeit der Welt auf diese Region zu lenken.

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