Image: Jelena Ćirić | Iceland Review

Manuskripte der Njálssaga auf einem Tisch

 In Kultur

Im Árni Magnússon Institut für Isländische Studien gab in dieser Woche ein Ereignis der besonderen Sorte – eine Art “Familienzusammenführung aller drei Manuskriptteile der Njáls Sage, die auf einem Tisch vermutlich zum ersten Mal überhaupt nebeneinander zu liegen kamen. Manche dieser Manuskripte sind um die 700 Jahre alt.

Die Sage vom Njáll stammt aus dem 13. Jahrhundert, sie berichtet von einer Blutfehde, die sich im Süden des Landes zugetragen haben soll. Njálssaga ist die längste und komplexeste der Isländersagas und gilt als die Krone der Sagaliteratur, berichtet RÚV.

Die “Zusammenführung” hatte zu Ehren des Institutgründers Árni Magnússon an seinem Todestag, dem 7. Januar stattgefunden. Literaturwissenschaftlerin Professor Svanhildur Óskarsdóttir sagte, das Ereignis habe Wissenschaftlern die Möglichkeit gegeben, die Originale der Saga anzuschauen.

Svanhildur zufolge ist die Njálssaga vermutlich um das Jahr 1280 erdacht worden, die ältesten Manuskriptteile können auf um das Jahr 1300 herum datiert werden.

Untersuchungen von Einar Ólafur Sveinsson und anderen ergaben, dass die Manuskripte zu drei Teilen gehören, genannt X, Y, und Z. Die Veranstaltung in diesem Januar war vermutlich die erste Gelegenheit, anlässlich der alle Manuskriptteile nebeneinander zu liegen bekamen. Das Manuskriptteil Reykjabók, welches zum Teil X gehört, ist nämlich derzeit eine Leihgabe von Dänemark an Island.

Es sei unbezahlbar, die Manuskripte alle zusammen zu sehen, sagte Svanhildur, vor allem so kurz nach Veröffentlichung einer neuen Forschungsarbeit zu dem Konvolut, die den Namen New Studies in the Manuscript Tradition of Njáls saga trägt.

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