LungA Festival verabschiedet sich diesen Sommer Skip to content
LungA, Seyðisfjörður, festival
Photo: LungA, Facebook.

LungA Festival verabschiedet sich diesen Sommer

Das Kulturfestival LungA, ein Festival für junge Künstler im Ostland, wird in diesem Sommer zum letzten Mal seine Tore öffnen, berichtet Austurfrett. Die Geschäftsführerin des Festivals macht vor allem äussere Umstände dafür verantwortlich.

Alles hat seine Zeit im Leben
Das Festival findet seit dem Jahr 2000 jeden Sommer in der Hafenstadt Seyðisfjörður statt. Neben tausenden von Besuchern über die Jahre ist LungA auch Sprungbrett für so manchen jungen Künstler gewesen. Darunter Þórhildur Tinna Sigurðardóttir, die das Festival mit anderen zusammen als Geschäftsführerin leitet. Die Entscheidung sei nach reiflicher Überlegung gefällt worden.
“Es liegt eine gewisse Schönheit in der Erkenntnis, dass alles eine Zeit im Leben hat und dass es wichtig ist, Raum für zukünftige Generationen zu schaffen, die dann mit etwas Neuem kommen.“ sagt Þórhildur.
Es sei eine natürliche Entwicklung, immerhin feiere das Festival in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag. „Das LungA Festival ist nicht nur das Festival oder der Name. Das ist auch eine bestimmte Atmosphäre, die nicht verschwindet, selbst wenn es das Festval nicht mehr gibt.“

Grösser ist nicht besser
In den vergangenen Jahren hatten immer mehr Menschen das Festival besucht. Grösser sei nicht immer besser, und es sei weitaus schwieriger, ein grosses Festival zu organisieren, zumal sich die Bedingungen für solche Grossveranstaltungen überall verschlechterten. Ein Beispiel dafür sei der Grosse Fischtag (Fiskidagur mikli) in Dalvík, der im vergangenen Sommer ebenfalls zum letzten Mal stattgefunden hatte, weil den ehrenamtlichen Veranstalter die hohe Besucherzahl und die damit verbundenen behördlichen Auflagen über den Kopf gewachsen waren.

Hinzu komme, so Þorhildur, dass der Echtwert finanzieller Zuwendung in Zeiten von Inflation abnehme. Sie sieht die Zeit gekommen, das gesamte Zuschusssystem für kulturelle Veranstaltungen neu zu organisieren.
LungA selbst hat sich finanziell stets tragen können, allerdings auch nur, weil die Helfer ehrenamtlich tätig waren. Einzig die Hauptveranstalter hätten ein kleines Entgelt erhalten, welches jedoch nicht als Lohn durchgehe, so Þórhildur.
“Gleichzeitig wachsen die Anforderungen für solche Festivals, und damit die Kosten. Das gesamte Umfeld ist damit zu einer riesigen Herausforderung geworden. Vielleicht weil das Festival zu gross geworden ist.”

Natürlicher Prozess mit Zukunft
Die Entscheidung, die Bühnen in diesem Jahr zum letzten Mal zu öffnen, sei von allen sehr bedauert worden, dennoch sehe man dies eher als natürlichen Prozess. “Es liegt eine Schönheit darin, sich verabschieden zu können und dadurch andere zum Weitermachen zu motivieren.” sagt Þorhildur. Sie ist optimistisch, dass die Zukunft neue Veranstaltungen bringen wird.

Das LungA Festival findet in diesem Sommer zwischen dem 15. und 21 Juli statt. Noch ist das Veranstaltungsprogramm in Arbeit, Informationen findet man dann hier.

 

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