Hera Björk vertritt Island beim Eurovision Song Contest Skip to content
A screenshot from RÚV. Hera Björk during the Söngvakeppnin final, March 2, 2024
Photo: A screenshot from RÚV. Hera Björk during the Söngvakeppnin final, March 2, 2024.

Hera Björk vertritt Island beim Eurovision Song Contest

Die isländische nationale Sendeanstalt RÚV hat entschieden, die Sängerin Hera Björk als Vertreterin Islands zum Eurovision Song Contest nach Malmö zu schicken. Sie wird dort im Mai mit ihrem Lied Scared of Heights antreten. Nach Angaben von RÚV war Hera zweifelsfrei die Gewinnerin des nationalen Wettbewerbs Söngvakeppninn.

Unabhängige Untersuchung
Vor einigen Tagen hatte RÚV den Abstimmungsprozess des Söngvakeppni untersuchen lassen, nachdem zahlreiche Wähler von Unstimmigkeiten in der Abstimmungs-App berichteten. Offenbar waren Wählerstimmen für den Konkurrenten Bashar Murat an Hera Björk geleitet worden. Der Komponist von Basars Lied, Wild West, hatte schriftlich eine unabhängige Untersuchung gefordert.

RÚV gab an, beide Lieder seien von dem Problem in der Abstimmungs-App betroffen gewesen, doch Hera habe auch so 3500 Stimmen mehr als Bashar erhalten. Damit habe der Fehler in der App keine Auswirkung auf das Endergebnis gehabt.

Teilnahme kontrovers
Islands Teilnahme am Eurovision Song Contest ist scharf kritisiert worden, weil Israel am Wettbewerb teilnimmt, obwohl es in Gaza einen Krieg führt. Russland war im letzten Jahr aus dem gleichen Grund vom Wettbewerb ausgeschlossen worden. Bashars Teilnahme wurde von vielen als klare Positionierung gegen den Krieg interpretiert, allerdings war er auch rassistischen Angriffen ausgesetzt gewesen.

Die Komponistin von Heras Song, Ásdís María Viðarsdóttir (Ásdís), hatte sich geweigert, mit nach Malmö zu fahren. Sie sagt, sie habe sich gewünscht, dass Bashar Island vertritt. Ihr Gewissen erlaube ihr nicht, an dem Wettbewerb teilzunehmen.

Hera selbst sagt, die Angelegenheit mache sie traurig. „Sowohl wegen der Art wie die Leute über mich und meine angeblichen Ansichten reden, aber noch mehr darüber, wie Bashar behandelt worden ist.“
Programmdirektor Skarphéðinn Guðmundsson gab an, RÚV sei sich des Diskurses im Hinblick auf den Wettbewerb durchaus bewusst. Aber man hoffe auch, dass die Isländer Hera und ihr Team kräftig unterstützen, weil sie ein toller Repräsentant für Island sei.

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