Eurovision: Islands Teilnahme wird mit dem heimischen Sieger entschieden Skip to content

Eurovision: Islands Teilnahme wird mit dem heimischen Sieger entschieden

Ungewiss bleibt vorerst, ob Island in diesem Frühjahr am Eurovision Song Contest (ECS) in Schweden teilnehmen wird. Die endgültige Entscheidung über eine Teilnahme wird nach dem Gesangswettbewerb (söngvakeppni) hier zuhause und dann im Einvernehmen mit dem Sieger getroffen, berichtet RÚV.

Wettbewerbe werden getrennt
Zunächst wurde nur beschlossen, die Verbindung zwischen dem heimischen Gesangswettbewerb und Islands Teilnahme am Eurovision Song Contest aufzuheben. Der heimische Wettbewerb findet wie bisher statt, die endgültige Entscheidung über die Teilnahme Islands am ECS wird jedoch erst am Ende und dann im Einvernehmen mit dem Sieger getroffen.
Hinter dieser Entscheidung steht die Kritik, dass Israel trotz des andauernden Gaza-Krieges am Eurovision Song Contest teilnimmt.

Neuer Weg für den Sieger
Intendant Stefán Eiríksson sagte heute im Radiosender Rás 2, die Bewerber für das söngvakeppni seien verständlicherweise besorgt über die Lage in Gaza. Diese Bedenken seien dem Verband der europäischen Radiosender (EBU) übermittelt worden.
Trotz aller Besorgnis habe man angekündigt, dass man am Eurovision Song Contest teilnehmen wolle, aber nicht wisse, was die Zukunft bringe. Die endgültige Entscheidung werde daher nicht jetzt getroffen, sondern erst dann, wenn Mitte März ein isländischer Sieger und Vertreter beim ESC feststeht, und dann mit ihm zusammen.
Ein völlig neuer Weg, sagt söngvakeppni-Leiter Rúnar Freyr Gíslason. Die Teilnehmer, die am Samstag bekannt gegeben werden, hätten dieses Ergebnis aber akzeptieren können.

Norwegen und Finnland gehen gleichen Weg
Rúnar und Stefán gaben an, nach Gesprächen mit Kollegen scheine die Forderung, den Eurovision Song Contest wegen der Teilnahme Israels zu boykottieren, offenbar nur hier in Island und in Norwegen gestellt worden zu sein. Auch Finnland wird seinen eigenen Gesangswettbewerb veranstalten und kurz vorher entscheiden, ob der Sieger zum ESC nach Malmö geht oder nicht.
Der Druck auf alle Beteiligten – Organisatoren wie Teilnehmer und Gewinner – sei gross. Doch sei es ja nicht die Sendeanstalt RÚV, die Außenpolitik präge, und damit Islands Teilnahme am Wettbewerb in Frage stelle.

Sieger wird Unterstützung brauchen
Bragi Valdimar Skúlason, der Vorsitzende des Verbands der Komponisten und Songschreiber, wundert sich über die Neuigkeiten. Für ihn sind söngvakeppni und Eurovision ohnehin zwei Paar Schuhe, selbst wenn sie zusammenhängen. Er ist froh, dass der heimische Gesangswettbewerb stattfindet, weil er eine wichtige Bühne sei.
Zum Druck befragt, der nun über allen hänge, äussert er seine Sorge. Es handle sich da um eine Riesenentscheidung, und er hoffe dass RÚV sich gut um den Sieger kümmere. Wer auch immer aus dem Wettbewerb als Siger hervorgehe, er müsse in seiner Entscheidungsfindung unterstützt werden. Das sei eine sehr schwierige Angelegenheit.
Am kommenden Samstag werden alle Teilnehmer und Songs des diesjährigen Söngvakeppni vorgestellt.

 

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