Rettungsprojekt für Borgarfjörður-Pferde ins Leben gerufen Skip to content
Photo: Dagmar Trodler.

Rettungsprojekt für Borgarfjörður-Pferde ins Leben gerufen

Im Zusammenhang mit den beschlagnahmten und gleich darauf geschlachteten Pferden im Borgarfjörður hat eine isländische Pferdefrau nun eine Rettungseite ins Internet hochgeladen, um die Wiederholung einer solchen Aktion zu verhindern.
In dem Fall von Tierquälerei, die den Behörden bereits monatelang bekannt gewesen war, hatte die Veterinäraufsichtsbehörde MAST die 30 Pferde am vergangenen Montag zunächst beschlagnahmt, dann sortiert, und 13 der Pferde an Ort und Stelle ins Schlachthaus geschickt, weil nach Angaben der Behörde keine andere Aufbewahrungsmöglichkeit vorhanden gewesen sei. Die restlichen Pferde waren an den Besitzer zurückgegegeben worden. Zehn dieser Pferde befinden sich in schlechtem körperlichen Zustand. Das Angebot der Vorbesitzerin, einige der Pferde zurückzukaufen, wurde ignoriert.

Rettungsprojekt sammelt Geld
Birta Flókadóttir sorgte sich, dass diese zehn Pferde als nächstes geschlachtet werden und rief ein Rettungswerk ins Leben. In einem Radiointerview bei Vísir erklärt sie, dass sie über die Spendenseite nun Geld sammle, um der Veterinäraufsichtsbehörde ein Angebot über (je nach gesammelter Summe) eine Anzahl von Pferden machen zu können, noch bevor diese beschlagnahmt würden. Sobald dieses Gebot vorliege, könne die Behörde nicht mehr behaupten, es gebe keine andere Möglichkeit als die Schlachtung der Tiere. Birta erklärt im Interview, dass ein Zeitraum von 48 Stunden zur Verfügung, währenddessen für beschlagnahmte Tiere eine Aufbewahrungsalternative oder Pflegestelle gesucht werden kann. Das Gebot müsse daher bereits vor diesem Zeitraum stehen.
Für vernachlässigte Kleintiere gebe es über die Tierschutzvereine Pflegestellen, bei Grosstieren werde von den Behörden jedoch immer nur die Schlachtung durchgeführt.

Zorn über Tatenlosigkeit der Behörden
Birta sagt, Pferdeleute in Island seien zornig, dass sie dem Elend tatenlos zuschauen müssten, ohne dass etwas passiere. Man habe immer gedacht, dass die Veterinäraufsichstbehörde für solche Pferde Sorge trage und sich kümmere, weil es ja die behördliche Tierschutzaufsicht gebe. Die Enttäuschung darüber, dass diese Fürsorge gar nicht zur Debatte stehe, sei sehr gross bei den Leuten.

In Birtas Rettungsprojekt kann man einzelne Geldbeiträge oder Futter schenken, einen Monatsbeitrag (30.000 ISK) zahlen und damit quasi eine Patenschaft übernehmen oder ein Pferd in Pflege übernehmen und unter Projektaufsicht versorgen. Birta sagt, die Gesamtkosten pro Pferd, vom Kauf eines der vernachlässigten Pferde (etwas mehr als Schlachtwert) über die fachgerechte Fütterung bis zum kommenden Sommer samt Mineralfutter und Tierarztkosten beliefen sich auf geschätzte 200.000 ISK.
Spendenseite für die Pferde aus dem Borgarfjörður, dort gibt es auch eine IBAN-Nummer für Spender ausserhalb Islands.

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