Pferdenamensausschuss: Pocahontas und Ritalín sind nicht erlaubt Skip to content
Photo: Dagmar Trodler.

Pferdenamensausschuss: Pocahontas und Ritalín sind nicht erlaubt

Seit 2017 gelten für die Islandpferdedatenbank World Fengur strenge Regeln für Pferdenamen, berichtet RÚV.
Elsa Albertsdóttir, die im Namensausschuss sitzt, erzählt, dass um 2005 herum vor allem aus dem Ausland der Ruf danach kam, Islandpferden auch traditionelle isländische Namen zu geben, immerhin sei dies eine Art „Warenzeichen“ für die Pferderasse. Dabei sind die Regeln sind recht einfach: Ein Pferd darf maximal zwei Namen tragen, der Name muss den isländischen Schreib- und Grammatikregeln entsprechen und entweder weiblich (für Stuten) oder männlich (für Hengste und Wallache) sein. Adverbien als Namen sind daher nicht gestattet. Und natürlich dürfen Namen weder obszön noch ordinär sein. Dies einzuschätzen kann manchmal schwierig sein, sagt Elsa.

In der Datenbank sind um die 11.000 Namen registriert, jeder neue Name muss genehmigt werden. In den vergangenen fünf Jahren sind 3000 neue Namen hinzugekommen, 1000 davon wurden abgelehnt. Im Durchschnitt kommen pro Monat 50 neue Namen zusammen, von denen etwa 17 keine Erlaubnis erhalten.

Elsa erzählt, im vergangenen Monat sei der Name Lesbía als Stutenname beantragt worden. Der Ausschuss habe sich bei der LGTBQ+ Organisation Samtökin ’78 erkundigt, und gemeinsam sei man zu dem Schluss gekommen, dass der Begriff allzuoft im negativen Sinn benutzt werde, daher gab es für den Pferdenamen keine Genehmigung.

Da die Regeln erst im Jahr 2017 in Kraft traten, findet man immer noch Islandpferde mit eigenartigen Namen, die heute ganz sicher kein grünes Licht mehr bekämen. Der Ausschuss wünscht sich, dass isländische Namen mit korrekter Schreibweise gewählt werden, die das Pferd beschreiben.
Beispiele für abgelehnte Namen, weil zu ausländisch, unangemessen oder nicht nach isländischen Regeln geschrieben sind Pocahontas und Pasodoble, Vertu sólin mín Hjördís, SSSól, Ritalín, Frú Sjúss, Stelpamín (in einem Wort), Skál í botn, Hommi und Kóvid. Am beliebtesten sind immer noch die guten alten Pferdenamen Perla, Stjarna, Blesi und Jarpur.

 

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