FEIF verlangt Abschaffung der Blutstutenhaltung Skip to content
Photo: Berglind. Icelandic horses are a big part of the culture.

FEIF verlangt Abschaffung der Blutstutenhaltung

Der internationale Dachverband des isländischen Pferdes (FEIF) hat die kommerzielle Blutstutenhaltung und die Produktion des Trächtigkeitshormons PMSG aus dem Blut tragender Stuten verurteilt. In einer Erklärung fordert der Verband, die Blutstutenhaltung abzuschaffen.

Kontroverse wird anhalten
Man unterstütze die Aktionen von verantwortungsvollen Institutionen und Tierschutzorganisationen in Island und auf dem Kontinent und werde jede Gelegenheit nutzen, sich öffentlich gegen die Produktion und Nutzung von PMSG auszusprechen.
Die FEIF bezieht sich in ihrer Erklärung auf eine Dokumentation der staatlichen Sendeanstalt RÚV aus dem Februar. Die im vergangenen Jahr ausgegebene Lizenz für die kommerzielle Blutgewinnung aus isländischen tragenden Stuten gelte bis Oktober 2025, und so lange werde die Kontroverse auch anhalten.

Hoffnung auf EU-weites Verbot von PMSG
Nach einer EFTA-Entscheidung aus dem letzten Jahr sind Blutstuten nicht mehr länger landwirtschaftliche Nutztiere, sondern für wissenschaftliche Versuche genutzte Tiere. Die FEIF verweist darauf, dass Tierversuche nach EU-Recht nach Möglichkeit durch alternative Methoden ersetzt werden müssen, bei denen keine lebenden Tiere benutzt werden. Im Fall des Hormons PMSG seien solche Methoden längst vorhanden.

„Das offene Eingeständnis, dass ein Land gegen die Richtlinie 2010/63/EU verstoßen hat, ebnet den Weg für ein EU-weites Verbot der Produktion, Einfuhr und Verwendung von PMSG. Dies dürfte weltweit zu ähnlichen Maßnahmen führen.“ heisst es in der Erklärung.

FEIF will nicht schweigen
Bei der letzten FEIF-Konferenz in Luxembourg hatte der Vorstand erneut erklärt, dass das Blutstutengeschäft inakzeptabel sei. „Es beeinflusst stark das Image des Islandpferdes, einschließlich unserer “Sozialen Verpflichtung zu Handeln (SLO)” – die Art und Weise, wie Pferdesport von der breiten Öffentlichkeit gesehen wird. Die FEIF und die FEIF-Mitgliedsländer können sich nicht in das isländische Recht einmischen, aber wir haben eine Stimme und haben nicht die Absicht, zu dieser Angelegenheit zu schweigen.“ Auch in Sachen Fair Play passen FEIF-Regeln und das Schicksal der Blutstuten in Island nicht zusammen.
Die FEIF dankt in ihrer Erklärung allen Experten, Organisationen und Einzelpersonen für ihre Arbeit gegen das Blutstutengeschäft.

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