Image: Dagmar Trodler | Iceland Review

Erreger von 2010 lässt jüngere Pferde wieder husten

 In Islandpferde

Mit dem Beginn des Frühjahrs haben Diskussionen auf den sozialen Plattformen nach immer mehr Pferde in Island angefangen zu husten. Das Pferdemagazin hestamennska.is zitiert die Tierärztin Sigríður Björnsdóttir, derzufolge es wahrscheinlich sei, dass in einigen Fällen die gleiche bakterielle Infektion vorliege, die die Hustenseuche im Jahr 2010 verursacht habe.

Damals hatte Streptokokkus zooepidemicus in ganz Island zahllose Pferde erkranken lassen, das Landsmót hatte in dem Jahr abgesagt werden müssen.

Erkrankte Pferde husten und haben Nasenausfluss. “Das ist wahrscheinlich, dass dies das gleiche Bakterium ist, denn es hat sich hierzulande etabliert.” erklärt Sigríður. “Es scheint zurückzukommen, vor allem in jüngeren Pferden. Wir haben Tupferproben vom Nasensekret genommen, es sind allerdings noch nicht alle analysiert. Einige Fälle konnten jedoch bestätigt werden. Fieber war kein Symptom, als die Krankheit im Jahr 2010 auftauchte, und ist auch kein Symptom beim ansteckenden Husten. Es kann jedoch Ausnahmen geben. Wenn ein Pferd Fieber entwickelt, kann es sich um eine andere Bakteriengruppe handeln als S. zoo, oder etwas ganz anderes.”

Dann müsse man natürlich den Tierarzt rufen.

Der Tierarzt nehme dann in Absprache mit ihr eine Tupferprobe, ein Antibiotikum soll jedoch erst gegeben werden, wenn ein Probenergebis vorliege.

Wenn die Symptome denen des ansteckenden Hustens von 2010 ähneln, sei es unnötig, eine Tupferprobe vom Nasensekret zu nehmen. Pferde, die kein Fieber haben, dürften auf keinen Fall behandelt werden, weil sie sonst keine Antikörper gegen den Ereger ausbilden könnten.

Sigríður sagt, die Krankheit sei in bestimmten Regionen des Landes aufgetaucht, doch bislang handle es sich um vereinzelte Fälle.

Sie weist jedoch darauf hin, dass Fälle von rätselhaften Krankheitssymptomen immer dem nächsten Tierarzt, Bezirkstierarzt oder der Veterinäraufsichtsbehörde zu melden sind. Dann könne man entsprechend reagieren.

Den Beschreibungen der Leute zufolge sieht es aber sehr danach aus, dass dies der ansteckende Husten ist, und ich habe keinen Anlass zu glauben, es sei etwas anderes,” sagte die Tierärztin. “Der Erreger kann sich in Pferdeställen vermehren. Wir müssen uns klarmachen, dass die Pferde, die nach der Hustenseuche von 2010 geboren wurden, nun acht Jahre alt sind. Es ist normal, dass Pferde die Krankheit im Fohlenalter durchmachen, aber es kann immer Gruppen geben, die sich nie damit angesteckt haben. Die sind dann dafür sehr empfindlich. Es gibt leider auch keine Garantie für eine lebenslange Immunität gegen den ansteckenden Husten, selbst wenn sie Antikörper gebildet haben. Im Unterschied zu 2010 hat der grösste Teil des Pferdebestandes inzwischen Antikörper gegen den Erreger ausgebildet, sodass wir keinen erneuten Seuchenausbruch erwarten.”

Der Erreger halte sich jedoch in Pferdeställen und könne sich dort unter Pferden ohne Antikörper leicht ausbreiten. Sigríður mahnt zu Sauberkeit und guter Belüftung der Ställe. Die Pferde sollten nicht zu lange im Stall eingesperrt werden. Vor allem hustende Pferde würden von Besitzern eher im Stall gehalten, doch damit breite sich der Erreger erst recht aus, diese Entwicklung habe man in 2010 deutlich erkennen können.

Damals sind viel erkrankte Pferde auf die Weide verbracht worden, wo sie sich in den allermeisten Fällen den Sommer über erholt haben.

 

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