Distanzritt durchs Hochland als Probelauf für grössere Veranstaltungen Skip to content
Photo: Dagmar Trodler.

Distanzritt durchs Hochland als Probelauf für grössere Veranstaltungen

Zum ersten Mal ist in Island ein klassischer Distanzritt veranstaltet worden. Der Ritt, der als eine Art Probevorlauf für grössere Veranstaltungen gedacht war, ging in der vergangenen Woche vom Hof Lýtingstaðir im Skagafjörður über die Hochlandroute Kjölur nach Skógarhólar in Þingvellir. Die Strecke betrug 240 Kilometer und musste in vier Tagen absolviert werden.

Vier Teams waren am Start, in jedem Team befanden sich ein Reiter, drei Pferde und zwei Helfer. Pro Tag durften zwei Pferde genutzt werden, das dritte musste ruhen und wurde im Hänger transportiert. Jedes Pferd wurde 25 bis 35 Kilometer geritten. An den Pausenstationen untersuchte Tierarzt Helgi Sigurðsson die Pferde auf Atmung, Puls und Erholung, es gab Strafpunkte für zu hohen Puls und für eventuelle Verletzungen.
Der isländische Reiterverband Landssamband Hestamanna (LH) hofft, solche Ritte in Zukunft regelmässig veranstalten zu können, um das Interesse an den isländischen Pferden und ihren besonderen Qualitäten zu fördern. Distanzreiten sei eine spannende Zusatzveranstaltung zu den anderen Turnierdisziplinen in Island, welche es mehr Reitern ermögliche, in der Öffentlichkeit zu glänzen, heisst es auf der Webseite des Vereins.

Die Idee zu der Veranstaltung stammt von Aníta Aradóttir, die im Jahr 2014 am 1000 Kilometer Rennen in der Mongolei teilgenommen hatte.
Die Pferde wurden von den Reittourveranstaltern hinter den jeweiligen Teams gestellt.

Folgende Teams und Reiter nahmen teil – wobei Namen und Abstammungen der Pferde, die bei dem schweren Ritt mehr als glänzten, leider nirgendwo genannt werden:

Platz 1: Iðunn Bjarnadóttir (IS), 18 h 40 Minuten, Team Riding Iceland Saltvík.
Platz 2: Annie Whelan (USA), 18 h 51 Minuten, Team Íslandshestar.
Platz 3: Hermann Árnason (IS), 19 h 3 Minuten, Team Hermanns Hestaferðir.
Platz 4: Musse Hasselvall (SE), 19 h 4 Minuten, Team Eldhestar.

LH betont, es habe weder Verletzungen noch Unfälle gegeben, ausser einer kleinen Wunde am Bein, und kein einziges verlorenes Eisen. Die Teilnehmer seien mit der Veranstaltung sehr zufrieden gewesen. Die beiden ausländischen Reiter, die bereits Erfahrungen im Distanzsport gesammelt hatten, lobten nicht nur Umgebung und Natur, ihrer Ansicht nach hätten die Isländer mit ihren starken Pferden alle Möglichkeiten, in dieser Turnierdisziplin weiterzumachen.

In den Niederlanden hatte es im Jahr 2014 die Stute Hyndla frá Fitjum, geritten von Tonkie Collée, unter die Top 10 der europäischen Distanzchampions geschafft, und in den USA war im gleichen Jahr der Islandwallach Remington im Besitz von John Parke von der American Endurance Ride Conference (AERC) als erstes Islandpferd überhaupt in die Hall of Fame aufgenommen worden – nicht für ein Meilenkonto, sondern für seine Beständigkeit und Ausdauer. Der Schimmel war zum Ende seiner Karriere fast 12.000 Meilen in Rennen gelaufen und hatte es immer gesund ins Ziel geschafft.
Islandpferd Remington ist damit das Pferd mit der höchsten jemals erzielten Gesamtleistung im gesamten Distanzsport, ungeachtet von Rasse und Erfolg.

update

Für das Team Eldhestar gingen folgende Pferde an den Start: Flipi frá Hofstaðaseli, Hölkvir frá Fellsmúla, Stjarni frá Meiri-Tungu 1.
Für das Team Saltvík gingen folgende Pferde an den Start: Týr frá Höskuldsstöðum, Goði frá Garðsá, Moldi frá Syðstu-Fossum

 

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