Zwei Tote und ein Verletzter nach Schiesserei in Blönduós Skip to content
Photo: Páll Stefánsson.

Zwei Tote und ein Verletzter nach Schiesserei in Blönduós

Zwei Tote und ein Schwerverletzter, das ist die tragische Bilanz einer Schiesserei im nordisländischen Städtchen Blönduós am frühen Sonntagmorgen. RÚV berichtet, einer der Toten sei der Schütze selbst gewesen. Die schwerverletzte Person ist per Hubschrauber ins Landspítali nach Reykjavík gebracht worden.

Die Schiesserei hatte sich in einem Wohnhaus gegen sieben Uhr am Sonntagmorgen zugetragen. Der Sohn des erschossenen Hausbesitzers hatte sich mit seiner Lebensgefährtin und dem gemeinsamen Baby im oberen Stockwerk befunden, Vísir schreibt, er habe sich auf den Angreifer gestürzt, wobei dieser zu Tode gekommen sei. Weder habe der Angreifer Selbstmord begangen, noch sei er erschossen worden. Sohn und Lebensgefährtin waren zunächst festgenommen worden, befinden inzwischen jedoch wieder auf freiem Fuss. Alle an dem Drama Beteiligten sind isländische Staatsbürger mit Wohnsitz in Blönduós.

Waffenschein sollte entzogen werden
Der Schütze ist ein ehemaliger Angestellter des Toten, RÚV zufolge hatte er mit psychischen Problemen zu kämpfen. Er war im Besitz eines Waffenscheins und einer Schusswaffe. Zuletzt hatte die Polizei ihn bereits vorgeladen, weil er jemanden mit dieser Waffe bedroht hatte. Vísir berichtet, dass ihm der Waffenschein in den kommenden Tagen ohnehin hätte entzogen werden sollen.

Nach Angaben der Polizeidirektion Nordisland waren Polizisten zum Tatort ausgerückt, nachdem ein schwerer Vorfall mit einer Schusswaffe gemeldet worden war. Zum Zeitpunkt des Einsatzes forderte die Polizei auch eine bewaffnete Sondereinheit aus Reykjavík an, die per Hubschrauber nach Blönduós geflogen werden sollte. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass die Sondereinheit nicht mehr notwendig war, und der Einsatz aus Reykjavík wurde abgeblasen.
Die ausgerückten Polizisten waren zwar bewaffnet, aber am Tatort ist keine Polizeiwaffe zum Einsatz gekommen.
Nach Polizeiangaben wurde der Schütze tot aufgefunden, sowie eins seiner Opfer. Die zweite Person erlitt einen Bauchschuss. Sie wurde medizinisch versorgt und der Tatort gesichert. Noch am gestrigen Abend fand eine geschlossene Informationsveranstaltung für die Einwohner statt, wo auch ein Traumateam des Roten Kreuzes psychologische Unterstützung anbot.

 

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