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Zu lange Wartelisten für Elektiveingriffe

Die Wartezeiten für die meisten Elektivoperationen, also chirurgische Eingriffe, die nicht notfallbedingt stattfinden, sind einem gerade veröffentlichten Bericht des Gesundheitsamtes zufolge in Island zu lang. Personen, die eine Knieprothese benötigen, müssen beispielsweise im Durchschnitt 12 Monate auf ihren Eingriff warten. Die COVID-Pandemie hatte dabei erhebliche Auswirkungen auf die Wartelisten.

Im letzten Monat hatte das Gesundheitsamt einen Bericht über die Wartelisten an der Universitätsklinik veröffentlicht. Als Grundlage wurden Daten vom Jahresbeginn herangezogen. In seiner Rolle als übergeordnete Instanz für das Gesundheitswesen sammelt das Gesundheitsamt diese Daten zu Wartelisten zweimal im Jahr.
Laut Bestimmungen sollten 80 Prozent aller Wahleingriffe innerhalb von 90 Tagen durchgeführt werden, berichtet RÚV. In dem Bericht heisst es jedoch, dass dieses Ziel nur bei vier von 18 chirurgischen Eingriffen erreicht wird. (Diese Wartezeit von 90 Tagen ist bei Herzklappenersatz, koronarer Angioplastik und Prostataoperationen akzeptabel.)
Der Grossteil der Patienten auf den Wartelisten, etwa 80 Prozent, hat zulange auf Katheterablationen (eine Verödungstherapie bei Vorhofflimmern), Pupillenplastik, Refluxoperationen, Adipositas-OPs und Knieersatz warten müssen. Die Warteliste für die meisten chirurgischen Eingriffe hat sich verlängert oder ist seit Veröffentlichung des letzten Berichtes gleich geblieben.

Fast ein Jahr Warten auf neues Knie
Mehr als 1700 Patienten warten auf eine Knie- oder Hüftprothese, die Durchschnittsdauer beträgt am Landspítali 49 Wochen. Die Wartezeit für Pupillenplastiken ist auch sehr lang, etwa die Hälfte der 2600 im vergangenen Jahr operierten Patienten hatte sieben Monate gewartet.
Der Bericht verweist darauf, dass die COVID-Pandemie wesentliche Auswirkungen auf die Wartelisten gehabt hat. Es brauche nun besondere Anstrengungen, um die Zahl der Operationen zu erhöhen.
“Frühere Berichte haben gezeigt, dass sich ein Mangel an Personal und Krankenhausbetten negativ auf die Wartelisten im Universitätskrankenhaus ausgewirkt hat. Es gibt Hinweise darauf, dass dies immer noch der Fall ist.“
Anfang der Woche hatte Iceland Review berichtet, dass selbst nach Eröffnung des neuen Krankenhauses in Reykjavík im Jahr 2026 in Island um 2040 herum hunderte von Klinikbetten fehlen werden, wenn keine drastischen Massnahmen ergriffen werden.

 

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