Zahl der vergiftungsbedingten Todesfälle steigt weiter an Skip to content

Zahl der vergiftungsbedingten Todesfälle steigt weiter an

In diesem Jahr sind 31 Personen in Island durch Vergiftungen gestorben, in den meisten Fällen handelte es sich um Vergiftung durch Alkohol, Opioide oder morphinhaltige, rezeptpflichtige Medikamente, berichtet Vísir.
In den ersten neun Monaten des Jahres hat es 31 durch Vergiftung ausgelöste Todesfälle gegeben, in 25 bei der Polizei liegenden Fällen muss die Todesursache noch bestätigt werden. Die meisten Todesfälle waren Folge eines Medikamenten- oder Alkoholmissbrauchs. Dabei waren 38% der Verstorbenen Frauen und ein Drittel unter 30 Jahren.

Zahlen weisen auf Lage auf dem Drogenmarkt hin
Die Polizeidirektion der Hauptstadt sammelt diese Daten, um Vergleiche anzustellen. Im vergangenen Jahr lag die Zahl bei 40 Vergiftungstoten, im Jahr 2021 waren es 53 gewesen.
“Das sind hohe Zahlen und jeder Todesfall ist einer zuviel mit dieser Ursache,” sagte der Leiter der der mittleren Abteilung bei der Hauptstadtpolizei.
Im Frühjahr war berichtet worden, dass die Anzahl der Medikamentenvergiftungen so hoch wie nie zuvor gewesen sei, und das mehr als 30 Fälle polizeilich untersucht würden. Jetzt liegen Obduktionsergebnisse vor und 31 vergiftungsbedingte Todesfälle konnten bestätigt werden.

Ævar zufolge sind die Daten wichtig, um die Lage auf dem Drogenmarkt einschätzen zu können. Die Polizei bemerke monatliche Schwankungen, und einen Anstieg beim Missbrauch von Oxycontin. Das semisynthetische Opioid hat ein sehr hohes Suchtpotential und fällt in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz. Schwerwiegenste Nebenwirkung des schnellwirkenden Schmerzmittels ist die Atemdepression bei Überdosierung.

Gesundheitsamt: Sterbezahlen von medizinisch Betreuten
Nicht nur die Polizei sammelt Daten zu vergiftungsbedingten Todesfällen. Einmal pro Jahr werden auch vom Gesundheitsamt Daten zu medikamentenbedingten Todesfällen veröffentlicht. Erste Zahlen aus dem letzten Jahr zeigen dort, dass 34 Personen im Jahr 2022 medikamentenbedingt verstarben, und 46 im Jahr 2021.
Die Polizei erklärt den zahlenmässigen Unterschied damit, dass die Daten vom Gesundheitsamt alle betreffen, die in medizinischen Einrichtungen 24 Stunden nach der Einweisung verstorben sind.
“Die Zahlen vom Gesundheitsamt umfassen zB nicht Leute mit ausländischem Wohnsitz, hingegen umfassen die polizeilichen Daten alle Personen, die in Island unerwartet versterben,” so Ævar.
Die Polizei sei verpflichtet, zum Ort eines plötzlichen Todesfalles zu kommen, ob das nun in einem Privathaus sein, oder wenn Leute tot aufgefunden werden und man die Todesursache nicht gleich feststellen könne. Ein solcher Einsatz sei immer schwer für Polizeibeamten. Ævar sähe gerne wenn die Zahl dieser Todesfälle zurückginge.

 

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