Vulkan wegen Unwetters 'geschlossen', Sturmflut und Orkan im Westen Skip to content
Waves crashing over Reykjavík lighthouse

Vulkan wegen Unwetters ‘geschlossen’, Sturmflut und Orkan im Westen

In Erwartung des Tiefdruckgebietes heute Abend und Nacht hat die Polizei von Suðurnes sämtliche Wanderwege im Eruptionsgebiet der Geldingadalir gesperrt. Vor allem auf der Halbinsel Reykjanes muss heute Nacht mit Orkan gerechnet werden. Meteorologen erwarten mit 925 mbar eins der heftigsten Tiefdruckgebiete seit Beginn der Aufzeichnung.
In einen Beitrag auf Facebook liess die Polizei wissen, dass ganz offensichtlich heute kein Reisewetter sei. Ausserdem könne es ausgesprochen schwierig für Einsatzkräfte werden, wetterbedingte Noteinsätze zu fahren und gleichzeitig das Ausbruchsgebiet zu überwachen, daher habe man sich entschlossen, das gesamte Gebiet für den Zugang zu sperren.

Für heute Abend und Nacht hat der isländische Wetterdienst eine inzwischen orangefarbene Unwetterwarnung für den grössten Teil der Insel veröffentlicht, für das zentrale Hochland gilt die gelbe Warnstufe. Vor allem Küstenbewohner und Bootseigentümer sind aufgefordert, sich um die Befestigung von Gegenständen und Booten im Hafen zu kümmern, denn die Behörden rechnen mit Sturmflut und hohem Wellengang.
Bei dem gestrigen Unwetter im Osten der Insel hatte sich die Brandung an die 200 in Strandnähe gelagerten Heurollen geholt.

Für den Süden und Westen des Landes werden heute Nacht Windgeschwindigkeiten von 25 bis 28 m/s erwartet, in Böen können sie bis zu 50 m/s erreichen. Im Faxaflói und Borgarfjörður stürmt es bis morgen Mittag. Am meisten gefährdet sind die bekannten Regionen unterhalb der Gletscher im Süden, das Fljótshlíð und die Südküste, sowie entlang der Westküste hoch in den Borgarfjörður und die Südküste von Snæfellnes. Bei solchen Windgeschwindigkeiten kann Autofahren auf der Ringstrasse lebensgefährlich werden. Im Osten der Insel herrscht immer noch Sturm, in weiten Teilen auch Schneesturm,.
In Reykjavík selbst bleibt es eher ruhig, die Aussenbezirke der Stadt müssen jedoch mit Sturm rechnen.

Grösstes Risiko sehen Wetterexperten diesmal in der Sturmflut mit ungewöhnlich hohem Wellengang, der in die Häfen einschlagen wird und vor allem bei kleineren Booten Schaden anrichten kann.
Der hohe Wellengang bleibt auch in den kommenden Tagen bestehen, hier sollten vor allem Touristen auf Strandbesuch etwa an der Reynisfjara äusserste Vorsicht walten lassen und sich vom Wasser unbedingt fernhalten.
Aktuelle Informationen zu Wetter und Warnmeldungen gibt es auf vedur.is und safetravel.is. Strassensperrungen werden in Island je nach Gefahrenlage auch kurzfristig vorgenommen und können auf vegagerdin.is eingesehen werden.
Die Fluglinie Icelandair informierte, dass es wetterbedingt zu Verspätungen oder eingestellten Flügen kommen kann. Alle betroffenen Passagiere werden von der Fluggesellschaft per Email kontaktiert, heisst es in der Mitteilung.

 

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