Verbraucherschutz fordert Smiley-System für Restaurants Skip to content

Verbraucherschutz fordert Smiley-System für Restaurants

Der Vorsitzende des isländischen Verbraucherschutzes fordert ein Hinweissystem, das dem Restaurantbesucher auf einfache Weise die Ergebnisse der letzten Lebensmittelkontrolle kommuniziert, berichtet Vísir. Ein solches System, etwa in Form von Smiley-Aufklebern, informiere nicht nur den Kunden, worauf er sich beim Betreten des Lokals einlässt, es motiviere auch den Betreiber, sich mehr Mühe zu geben und auf Lebensmittelsicherheit zu achten.

Mäuseplage beim Vietnamesen
Zur Zeit sitzt Davíð Víðarssson (Quang Lé), der Besitzer zahlreicher vietnamesischer Restaurants und Geschäfte, in Untersuchungshaft, unter anderem wegen Verdachts auf Menschenhandels. Eines seiner Lokale musste geschlossen werden, nachdem die Lebensmittelkontrollbehörde nicht nur die regelwidrige Lagerung von Lebensmitteln monierte, sondern dort auch Rattenkot, Schmutz und eine Mäuseplage in den Räumlichkeiten vorfand.

Breki Karlsson, der Vorsitzende des isländischen Verbraucherschutzes, will dass die Ergebnisse solcher Kontrollen der Allgemeinheit auf einfache Weise zugänglich gemacht werden, damit jeder sehen kann, wie gut ein Restaurant die Regeln zu Sauberheit und Lebensmittelsicherheit befolgt.
„Seit 2012 setzen wir uns dafür ein, dass hier in Island das Smiley-System eingeführt wird, wie in anderen nordischen Ländern,“ sagt Breki. „Das bedeutet, wenn die Lebensmittelkontrollbehörde einen Besuch abstattet, gibt sie eine bestimmte Note, aber zusätzlich wird am Eingang des Lokals ein Smiley angebracht, entweder ein lächelnder Smiley, oder ein unzufriedener, je nach vergebener Note.“

Smileys nach dänischem Vorbild
Solch ein System sei vor einigen Jahren in Dänemark eingeführt worden, um den guten Ruf eines Lokals zu unterstützen. „Das sieht dann schlecht aus für die, die ihren Job nicht machen. Natürlich macht der allergrösste Teil der Lokale einen guten Job, und die soll man natürlich auch loben. Da sind nur ein paar schwarze Schafe, und natürlich muss der Verbraucher wissen, wer die sind.“
Breki hält das für eine wichtige Verbraucherfrage. Die Veröffentlichung der Kontrollergebnisse würde dazu führen, dass der Lokalbetreiber sich mehr Mühe gebe.
Warum das nicht längst eingeführt sei? Das kann Breki sich nicht erklären. „Das ist wie so vieles andere, einfach eine Entscheidung, die getroffen werden muss. Das wäre ja kein grosses Ding für die Inspektoren, die das Lokal ohnehin kontrollieren. Der einzige Unterschied wäre, am Ende des Besuchs den Lächelsmiley, oder den unzufriedenen Smiley auszudrucken.“

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